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Regionale Firmen knüpften Kontakte zu künftigen Absolventen

Wolfhagen. Beim Berufsinformationstag der Wolfhager Wilhelm-Filchner-Schule kamen sich künftige Absolventen und regionale Ausbilder näher. Zahlreiche Unternehmen und Dienstleister stellten ihre Ausbildungsmöglichkeiten vor.

Der 15-jährige Malte Finke aus Niederelsungen hat nicht nur klare Vorstellungen über seine berufliche Zukunft, sondern diese auch schon in trockene Tücher gepackt. Denn im kommenden Jahr verlässt der Realschüler die Wilhelm-Filchner-Schule in Wolfhagen mit dem Zeugnis der „Mittleren Reife“ und beginnt dann eine dreijährige handwerkliche Ausbildung zum Anlage-Mechaniker im Wolfhager Sanitär- und Heizungsbauunternehmen Thiele.

Seine künftige Ausbildungsstätte ist Malte Finke nicht unbekannt. „Mehrfach habe ich dort schon einen Ferienjob gemacht, dies wird auch in den Herbstferien der Fall sein. Mein Einsatz hat sich gelohnt, denn von der Geschäftsleitung habe ich die feste Zusage für einen Ausbildungsvertrag.“ Der Niederelsunger hat aber auch schon die Zeit nach der Gesellenprüfung im Fokus. „Dann will ich mich bei der Bundeswehr bewerben und dort in der Unteroffizierslaufbahn weiter nach oben klettern auf der Karriereleiter.“

Auch Maltes gleichaltriger Klassenkamerad Nick Braun aus Wolfhagen weiß schon detailliert, was er will. „Ich werde an der Wilhelm-Filchner-Schule bleiben und das Abitur machen. Danach gehe ich zur Bundeswehr. Es ist mein Traum, Pilot zu werden, am liebsten in einem Kampfjet.“

Die beiden Realschüler waren zwei von rund 350 Schüler aus dem Haupt-, Real- und Oberstufenzweig der Filchner-Schule, die sich beim inzwischen zum neunten Mal angebotenen Berufsinformationstag von den sich in der großen Pausenhalle präsentierenden Unternehmen und Dienstleistern aus der Region beraten ließen. „Leider sind Malte Finke und Nick Braun fast schon Ausnahmen. Denn der überwiegende Teil der Schülerinnen und Schüler macht sich noch keine großen Gedanken, wie es beruflich für sie nach der Schule weitergehen soll“, sagt die für das Projekt verantwortliche Lehrerin Martina Bohl.

Schulleiter Ludger Brinkmann mahnte die Schüler, jetzt möglichst schnell persönlich die Weichen für ihre berufliche Zukunft zu stellen. Brinkmann: „Noch nie waren die Chancen so gut wie momentan, einen Ausbildungsplatz zu finden und damit auch einen abgeschlossenen Beruf.“ Nicht nur, dass in Deutschland händeringend qualifizierte Fachkräfte in fast allen Branchen gesucht würden, sondern auch, weil relativ viele Plätze in den bundesweit über 300 Ausbildungsberufen noch unbesetzt seien.

Davon kann auch der Handwerkskammerbezirk Kassel mit seinen über 16 000 Betrieben ein Lied singen. Hier sind fast 91 000 Menschen beschäftigt, die 2016 einen Umsatz von fast neun Milliarden Euro erwirtschafteten und 8000 junge Menschen ausbilden, darunter 2674 mit neuen Ausbildungsverträgen.

Beim Berufsinformationstag der Wilhelm-Filchner-Schule waren vertreten: Brillux (Lack- und Farbenhersteller), Bundesagentur für Arbeit, Bundeswehr, Daniel Köntopf (Personal-Training Wolfhagen), Dr. Rohrbach-Schulen Kassel, Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck, Handwerkskammer Kassel, Herwig-Blankertz-Schule Hofgeismar/Wolfhagen, Hewi (Bad Arolsen), Hübner-Gruppe (Kassel), Mercedes-Benz, Parkhotel Emstaler Höhe (Bad Emstal), Phönix-Seniorenresidenz Wolfhagen, Polizei Hessen, SMA-Solar Techniology, Vitaqua, Vitos Kurhessen, Volkswagen, Raiffeisenbank HessenNord, Volunta (DRK-Freiwilligendienst), Spedition Zufall, Kasseler Verkehrs- und Versorgungs-GmbH. (zih)

Quelle: HNA

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