Regiotram von Melsungen nach Kassel soll auch in Schwarzenberg halten

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Bahnübergang: Noch halten keine Züge in Schwarzenberg – mit einem Haltepunkt für die Regiotram soll sich das ändern.

Melsungen. Die SPD und die FWG im Melsunger Stadtparlament wollen im laufenden Haushaltsjahr 50.000 Euro für die Planung eines Haltepunkts für die Regiotram in Schwarzenberg einsetzen.

Einen Antrag mit diesem Ziel haben die die SPD und die FWG auf den Weg gebracht, um das Projekt anzuschieben. Das teilten Volker Wagner (SPD) und Martin Gille (FWG) getrennt voneinander mit.

Tatsächlich sollen die 50 000 Euro nur ausgegeben werden, sofern Zusagen für Fördergeld vorlägen, erklärte SPD-Fraktionschef Volker Wagner. Die Kosten des neuen Haltepunkts bezifferte Wagner auf der Grundlage einer fünf Jahre alten Schätzung auf etwa 2 Millionen Euro. 15 Prozent davon habe die Stadt als Eigenanteil zu finanzieren.

Die tatsächlichen Baukosten stünden aber noch nicht fest, teilte Volker Wagner mit. Ein Grund dafür seien die Kosten für die Sicherung des Bahnübergangs in Schwarzenberg. Die müssten von der DB Netz AG abgeklärt werden. Wagner: „Wir bitten den Magistrat deshalb umgehend, die DB Netz AG aufzufordern, die Prüfung der Bahnübergangssicherung abzuschließen und eine Planungsvereinbarung mit den Eisenbahninfrastrukturunternehmen abzuschließen.“

Ende vergangenen Jahres hatte Schwarzenberg nach einer aktuellen Statistik 586 Einwohner. Für die und die Beschäftigten der am Schwarzenberger Weg ansässigen Betriebe wäre eine Haltestelle von großem Vorteil, erklärte FWG-Fraktionschef Martin Gille. In Sachen Sicherung des Bahnübergangs sei ein Tunnelbau nach den der FWG vorliegenden Erkenntnissen nicht mehr erforderlich. Deshalb seien die von der Stadt Melsungen im vergangenen Jahr genannten Kosten von annähernd 2,7 Millionen Euro mit einem städtischen Kostenanteil von bis zu 500 000 Euro nicht mehr relevant. (lgr)

Quelle: HNA

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