Kreisjagdverein Hubertus: Für Rehe runter vom Gas

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Weist auf Unfallschwerpunkte hin: Dieses Plakat des Kreisjagdvereins Hubertus wird in den kommenden Wochen an unterschiedlichen Stellen im Altkreis zu sehen sein.

Allendorf/Landsburg. Das Waldstück an der Landesstraße 3967 zwischen Allendorf/Landsburg und Ziegenhain ist ein Schwerpunkt für Wildunfälle: Besonders in den Sommermonaten während der Brunft wechselt das Wild zwischen den Feldern und Wiesen und überquert dabei die Straße.

Auf diese Problematik möchte der Kreisjagdverein Hubertus Ziegenhain aufmerksam machen: Und zwar mithilfe einer neuen Hinweistafel am Ortsausgang von Allendorf. Am Freitag wurde das Schild von Jagdvorsteher Walter Keim, Ortslandwirt Günther Fenner, Herbert Schulz, Wilhelm Fenner von der Hegegemeinschaft, Jagdpächter Bernd Schäfer sowie dem stellvertretenden Vorsitzenden des Jagdvereins Matthias Wettlaufer aufgestellt.

Matthias Wettlaufer

„In Absprache mit Hessenmobil und der Straßenmeisterei wurde dieser Standort ausgewählt“, erläutert Wettlaufer. Der Verein habe das Plakat drucken lassen, das Schild habe die Straßenmeisterei der Hegegemeinschaft zur Verfügung gestellt, sagt Fenner. Die neue Hinweistafel hält Walter Keim für dringend notwendig: „Die Wahrnehmung der üblichen Beschilderung lässt mit der Zeit nach.“ Die Strecke sei ein deutlicher Unfallschwerpunkt: „2010 ereigneten sich hier 23 Unfälle“, erläutert der Jagdvorsteher. Geplant ist, die Hinweistafel alle vier bis acht Wochen an unterschiedlichen Unfallschwerpunkten im Altkreis Ziegenhain aufzustellen. „Insbesondere bei Dämmerung und in der Nacht sollen die Autofahrer an die Gefahren erinnert werden“, sagt Matthias Wettlaufer.

Walter Keim

Komme es doch zu einem Unfall, sei immer zuerst die Polizei zu rufen. „Jeder Unfall mit Haarwild ist meldepflichtig“, erklären die Jäger. Zur Entsorgung des Falltieres werde der zuständige Jagdpächter beauftragt. „Das Tier darf nicht angefasst oder von der Straße geräumt werden. Auch das Mitnehmen ist verboten“, betont Keim. Besondere Vorsicht sei besonders Ende Juli und Anfang August geboten. Dann würden die Tiere während der Brunftzeit unvorsichtig. Auch im Winter müsse jedoch mit Wild gerechnet werden, weil das gestreute Salz die Tiere an die Straße locke.

Von Sandra Rose

Quelle: HNA

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