20-jähriges Bestehen: Kinder- und Schülerchor begeisterte mit Musicalaufführung

Reise durch die Galaxie

Leben im All: Die Darsteller des Kinder- und Schülerchors beeindruckten das Publikum mit ihrer Musicalaufführung anlässlich des 20-jährigen Bestehens der Gruppe. Fotos: Heist

Ottrau - Hektisches Treiben herrschte am Freitagabend in der Mehrzweckhalle in Ottrau. Anlässlich seines 20-jährigen Bestehens hatte der Ottrauer Kinder- und Schülerchor zu einer Musicalvorstellung der galaktischen Art eingeladen.

Publikum strömte ins Gebäude und aufgeregte Grundschulkinder in farbenfrohen Kostümen liefen hinter die Bühne, um von dort Ausschau nach bekannten Gesichtern im Zuschauerraum zu halten. Eltern, Geschwister, Großeltern und Paten kauften Getränke und Brezeln und nahmen ihre Plätze ein. Auf der mit einer schwarzen Folie mit aufgesprühtem Sonnensystem ausgekleideten Bühne warteten fünf Mikrophone auf 27 junge Musicaldarsteller. Mit dem Abblenden der Scheinwerfer verstummte die Geräuschkulisse und gab die Bühne frei für die Inszenierung des Musicals „Leben im All - Eine rockige Reise durch die Galaxie“ von Gerhard A. Meyer.

Ottrauer Kinder- und Schülerchor zeigte galaktische Musicalvorstellung

Auf märchenhaft-mitreißende Art entfaltete sich den Zuschauern die Geschichte der Entstehung des Sonnensystems und des Lebens auf der Erde. Inmitten der Bühne saßen Großvater und Enkelsohn auf einer Holzbank und betrachteten gedankenverloren den Sternenhimmel und die über ihnen schwebenden Planeten. In liebevoll gestalteten Kostümen erschienen freche Sternschnuppen, die Planeten des Sonnensystems, Komet XXL, der alte, lebensmüde Stern Opa Galaxis, die Sonne und das Schwarze Loch. Alle zusammen stimmten das Titellied „Leben im All“ ein. Rockige Musik und eingängige Melodien zeichneten die Musicallieder aus. Mit Liedern wie „Wer mich so schön strahlen sieht, bekommt auf Venus Appetit“, stellten sich die Planeten vor. „Wo ich sitze oder stehe, verbrenn’ ich alles in der Nähe“, sang die Sonne, und die Sternschnuppen gaben „Wir sind ‘ne freche Truppe, uns ist alles schnuppe!“ zum Besten.

Chorgesang und Solopartien wechselten mit gesprochenen Dialogen bei der ausdrucksstarken Darstellung des Kampfes der Gestirne gegen das allmächtige Schwarze Loch, das es sich zur Aufgabe gemacht hatte, alle anderen zu vernichten und die Macht über die Zukunft zu erlangen. Am Ende siegte das Gute über das Böse.

Die einstündige Vorstellung der Kinder löste bei den 220 Zuschauern Begeisterungsstürme aus. Trotz einer noch nicht ganz überstandener Grippewelle im Ensemble gaben die Musicaldarsteller eine Zugabe und hielten dabei auch Hustenanfällen stand. Chorleiterin Theodora Horst hatte seit Ende Oktober 2010 zweimal wöchentlich intensiv mit den Kindern geprobt.

Der Erlös aus Spenden sowie Essen- und Getränkeverkauf geht an die Klinik-Clowns der Universitätsklinik Marburg, die sich für krebskranke Kinder einsetzen.

Quelle: HNA

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