In der evangelischen Stadtkirche St. Marien

Reise durch die Nacht: Elke Heidenreich trat mit Ensemble auf

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Sie kennen sich seit mehr als zwei Jahren und sind zum ersten Mal gemeinsam aufgetreten: Das Calmus Ensemble und Schriftstellerin Elke Heidenreich.

Homberg. Sie haben sich vor zweieinhalb Jahren auf einem Kreuzfahrtschiff kennengelernt. Jetzt traten sie zum ersten Mal gemeinsam auf: Elke Heidenreich und das Calmus Ensemble.

Dabei machten sie sich an dem lauen Sommerabend am Freitag „Nachtgedanken“ und verbanden Lyrik und A-cappella-Gesang wunderbar miteinander. Sie nahmen ihr Publikum bei der Kultursommer-Veranstaltung mit auf eine gedankliche Reise durch die Nacht. Die Freude über die schöne und ausverkaufte Veranstaltung in der evangelischen Stadtkirche St. Marien in Homberg war Alexander Wilhelm, Vorsitzender der Stiftung Homberger Stadtkirche, und Pfarrer Friedrich Heidelbach anzusehen. Man wolle das Haus mit Kultur versorgen, sagte Wilhelm bei der Begrüßung. Ein Ziel, welches die Stiftung mit dem Kultursommer eine, denn der wolle Kultur nach Homberg bringen, sagte die Intendantin des Kultursommers, Maren Matthes.

Zum Träumen

Am Freitagabend gelang ihnen das auf eine ganz besondere Art: „Das war etwas zum Träumen und Genießen“, sagte Kerstin Steiner aus Borken nach der Veranstaltung. „Elke Heidenreich agierte zurückgenommen, voll auf die Texte konzentriert. Berührend waren die vielen feinen Momente“, so Steiner weiter. Während in der Kirche das Tageslicht immer mehr abnahm und die Dunkelheit vom zarten Kerzen- und Scheinwerferlicht ferngehalten wurde, bot der Abend nicht nur Raum für dunkle Gefühle, sondern auch für unerfüllte Sehnsucht, Sinnlichkeit und humorvolle Gedanken. „Durch die Perfektion des Gesangs entwickelte sich die große Komik, die in manchen der Texte zur Geltung kam“, sagte eine begeisterte Nadine Meister aus Baunatal in der Pause.

Bei Sekt und kleinen Häppchen, die vom Team des „Cafés Markt 13“ angeboten wurden, kam man auf dem Platz vor der Stadtkirche schnell ins Gespräch. In dieser schönen Atmosphäre hätte die Pause gerne auch länger andauern können, meinten Ottmar und Elke Freudenberg aus Bad Wildungen auf dem Weg zu ihren Sitzplätzen. Diese boten einen guten Blick auf die Akteure.

Weniger gut war allerdings ab und an die Akustik in der Kirche. An manchen Stellen half nur der schnelle Blick ins Programmheft, um den Texten der Sänger folgen zu können. Indes war Heidenreich stets klar zu verstehen.

Einen besonderen Höhepunkt konnte Christine Beutelhoff aus Homberg nicht ausmachen. „Es war eine sehr schöne Veranstaltung“, sagte sie. Allerdings könne sie sich vorstellen, dass Besucher, die sich besonders auf Elke Heidenreich gefreut hätten etwas zu kurz gekommen seien. Schließlich habe der musikalische Anteil den der Lesung weit übertroffen.

Quelle: HNA

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