Insolvenz: Melsunger Reisekunden bleiben auf Schaden sitzen

Melsungen/Kassel. Die Eröffnung des Insolvenzverfahrens beim Kasseler Reiseveranstalter Kultours Reisen ist mangels Masse abgelehnt worden. Das bedeutet, dass die Gläubiger auf ihrem Schaden sitzen blieben.

Das erklärte Reinhold Kilbinger, Sprecher des Kasseler Amtsgerichts.

Kunden des Veranstalters hatten Reisen gebucht und bezahlt, aber niemals antreten können – so auch eine siebenköpfige Reisegruppe aus Melsungen, die bei Kultours für diesen Monat eine elftägige Busreise über Polen und das Baltikum bis nach Sankt Petersburg gebucht hatte (wir berichteten).

Für die Reise, die nicht zustande kam, hatten die Melsunger insgesamt knapp 12 000 Euro an Kultours überwiesen. Ihr Geld dürften sie wohl nicht wiedersehen: Das vorhandene Firmenvermögen reiche nicht aus, um die Kosten eines Insolvenzverfahrens zu decken, sagte Gerichtssprecher Kilbinger.

Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Kassel gegen Marco E., den Geschäftsführer des Reiseveranstalters, wegen des Verdachts der Insolvenzverschleppung und des Betrugs dauerten an, sagte Oberstaatsanwalt Hans-Manfred Jung. Als die Melsunger von dem Insolvenzantrag erfahren hatten und den Geschäftsführer zur Rede stellten, hatte E. ihnen nachträglich Sicherungsscheine übergeben. Diese aber stellten sich als falsch heraus. (use/asz)

Quelle: HNA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare