Bürgermeister Birger Fey: Die Kritiker-Gruppe suchte nie das Gespräch mit mir

Reisen, keine Dauerpartys

Frielendorf. In einer Stellungnahme an das hessische Wirtschaftsministerium widerspricht Frielendorfs Bürgermeister Birger Fey Vorwürfen, die sich gegen das Tourismuskonzept der Gemeinde richten. Sie wurden in einer Eingabe der Interessengemeinschaft unabhängiger Grundstückseigentümer und Ferienhausvermieter im Ferienwohnpark Silbersee an das Land Hessen erhoben (wir berichteten, siehe Hintergrund).

Frielendorf Bürgermeister kritisiert in seinem Schreiben, das der HNA vorliegt, dass die Interessengemeinschaft noch nie das Gespäch mit ihm oder der Gemeindeverwaltung gesucht habe. Wörtlich heißt es:

• „...Diese Einzelpersonen haben sich aus unserer Sicht nie als Gruppe gegenüber der Gemeinde artikuliert, hatten nie ein Interesse, den für den regional bedeutsamen Tourismusstandort Frielendorf so wichtigen Standort als Ferienwohnpark zu erhalten...“

• „...Seit langer Zeit gehören die Müller-Reisen (...) zum wirtschaftlich wichtigen Angebot (...) – von der Interessengruppe unsachlich und in verunglimpfender Art und Weise als Flat-Rate-Partys disqualifiziert...“

Fey weist daraufhin, dass im Bebauungsplan in der Gründungsphase des Ferienwohnparks bewusst eine Diskothek für den Ferienwohnpark ausgeschlossen wurde. Seit den 80er-Jahren seien vom Ferienwohnpark als Betreiber und in Zusammenarbeit mit Müller-Reisen geschlossene, diskothekenähnliche Veranstaltungen angeboten worden. Der Bürgermeister betont, dass diese Angebote von allen mitgetragen worden seien.

Die zurückgegangenen Bersucherzahlen auf den Party-Reiseveranstalter zurückzuführen, entspricht aus Feys Sicht „ganz sicher nicht der realen und sachlichen Analyse“.

Vielmehr seien durch die Unsicherheit des Insolvenzverfahrens, aber vor allem durch den teilweise schlechten Zustand der Ferienhäuser und die damit verbundene berechtigte Gästekritik die großen Rückgänge bei den Besuchern des Ferienwohnparkes zu erklären.

Fey wehrt sich gegen den Vorwurf der Interessengemeinschaft, der Gemeinde fehle ein nachhaltiges Tourimuskonzept. Im Mittelpunkt des jüngsten Entwicklungskonzepts von 2001 stehe der Ausbau der touristischen Infrastruktur. Auch die Forderung der Gruppe, die Landeszuweisungen für das Wellness-Paradies zu überprüfen, weist Fey von sich. Er sieht hier die Tourismusförderung klar erfüllt. Dafür sprächen schon die sehr guten Besucherzahlen. Jährlich besuchen seine Angaben nach 50 000 Besucher das Wellness-Paradies. (syg) HINTERGRUND

Quelle: HNA

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