Ausstellung mit Tausch- und Kaufbörse im Willingshäuser Gasthaus Stamm

Vom Reiz der Briefmarken

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Leidenschaftliche Sammler: (von links) Helmut Postert aus Jesberg, Otto Kleinmann aus Neustadt, Heinrich Daube aus Willingshausen und Harald Linzner aus Treysa.

Willingshausen. Kleine Marken mit großer Anziehungskraft: Briefmarken in verschiedenen Größen und in allen erdenklichen Farben gab es am Wochenende in Willingshausen zu bestaunen. Sammler aus dem Schwalm-Eder-Kreis und den benachbarten Kreisen zog es zur ersten Willingshäuser Briefmarkenausstellung mit Kauf- und Tauschbörse ins Gasthaus Stamm.

Auf einer langen, in U-Form angelegten Tischreihe hatte Organisator Heinrich Daube vom Verein Briefmarkenfreunde Schwalm-Eder einen großen Teil seiner umfangreichen Sammlung ausgestellt und bot die systematisch in zahlreichen Alben geordneten Marken zum Tausch oder Kauf an. Er sammele auch internationale Briefmarken, aber sein Hauptgebiet seien deutsche Marken, sagte Daube. Stolz präsentierte der 61-jährige Willingshäuser einige Alben mit Marken, die im Kleinformat die Geschichte Deutschlands widerspiegelten: Weimarer Republik, beide Weltkriege, Inflationszeit, die frühen Jahre der Bundesrepublik, DDR und West-Berlin - die Sammlung Daubes zeigte Briefmarken von 1872 bis in die heutige Zeit. Angefangen habe er im Alter von zehn Jahren mit drei Marken, berichtete der Willingshäuser. Heute habe er etwa 300 bis 400 Alben. Unter den nichtverkäuflichen Stücken der Ausstellung befanden sich auch zwei rund 200 Jahre alte, in Hamburg datierte Briefe, die Daube nach eigener Aussage einst zufällig in einem Buch gefunden hatte.

Über einen Satz bunter Briefmarken des Vatikans freute sich Helmut Postert aus Jesberg. Ihm hätten es besonders die vatikanischen und die österreichischen Briefmarken angetan, sagte der 71-Jährige. Das Gebiet Vatikan sei übersichtlich; die Marken Österreichs und auch der Schweiz seien besonders schön gestaltet.

Den Reiz von Briefmarken wiederentdeckt hat Harald Linzner (59) aus Treysa. Als Kind habe er angefangen, zu sammeln. Irgendwann habe er die Sammlung seinem Erstgeborenen überlassen.

Der Verein Briefmarkenfreunde Schwalm-Eder trifft sich jeden zweiten Sonntag im Monat im Gasthaus Zum Schwälmer in Ziegenhain zum Briefmarkentauschtag. Interessenten und neue Mitglieder seien herzlich willkommen, erklärten Heinrich Daube und seine Vereinsfreunde. (zhk)

Quelle: HNA

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