Gleiche Motivation wie bei Wehrpflichtigen

Knüll-Kaserne: 71 Rekruten starteten in den freiwilligen Dienst

Schwarzenborn. Am Montag haben die ersten 71 Rekruten den neuen, freiwilligen Wehrdienst in der Knüll-Kaserne in Schwarzenborn angetreten.

In der Knüll-Kaserne sind sieben Kompanien des Jägerregiment 1 stationiert, bis zu 1700 Soldaten insgesamt. Die freiwilligen Rekruten gehören seit gestern zur zehnten Kompanie. Von zehn Wehrpflichtigen, die bis Ende Juni Dienst in Schwarzenborn leisteten, sind vier in den freiwilligen Dienst übergangen.

Die Dauer des freiwilligen Wehrdienstes kann zwischen sieben und 23 Monaten festgelegt werden. Die Höhe der Besoldung hängt von der Dauer der Verpflichtung ab und liegt zwischen 780 Euro für die ersten drei Monate und 1150 Euro zwischen dem 19. und dem 23. Monat.

Nach der Grundausbildung, die sich von der Ausbildung der Wehrpflichtigen nicht unterscheidet, werden einige Wehrdienstleistende ihren Standort wechseln. „Wohin genau ist zum jetzigen Zeitpunkt aber noch nicht sicher“, sagte Presseoffizier Hauptmann Christian Schwarz. In Frage kämen unter anderem die Kasernen in Fritzlar und Stadtallendorf.

Schwarz geht davon aus, dass die Motivation der freiwilligen Wehrdienstleistenden ähnlich ist, wie die der bislang Wehrpflichtigen: „Es war vergleichsweise einfach, den Wehrdienst zu verweigern. Dementsprechend waren die meisten Wehrdienstleistenden ohnehin freiwillig bei der Bundeswehr“, erklärte der Hauptmann.

Am Montag haben bundesweit 3419 Freiwillige ihren Dienst bei der Bundeswehr aufgenommen. Darunter nur 44 Frauen, das entspricht gut einem Prozent.

Nach jetzigem Stand haben sich in diesem Jahr insgesamt 14 000 Freiwillige gemeldet, darunter aber 5700 vormals Grundwehrdienstleistende, dich sich weiterverpflichtet haben. Auf dieses Potenzial an Personal wird die Bundeswehr in Zukunft verzichten müssen.

Quelle: HNA

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