Remsfelder Kirchengemeinde weiht Ostermontag Besinnungspfad hinter der Kirche ein

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Besinnung, Kunst und Anregung zugleich: Helga Albrecht, Pfarrer Heinz Hohaus, Marco Riemenschneider, Hans-Heinrich Laabs, Anja Kuckuck-Peppler und Zida Werner setzten sich für die Umsetzung des Weges ein

Remsfeld. Neue Kraft und Sichtweisen können die Besucher der Remsfelder Kirche nun auf einem eigens dafür angelegten Besinnungsweg finden. Seit dieser Woche ist der Pfad an der Kirche fertig, am Ostermontag wird er ab 10 Uhr mit einem besonderen Gottesdienst eingeweiht.

Rund um die Kirche hat die Kirchengemeinde den Weg in den vergangenen Wochen und Monaten gestaltet. Es entstanden acht Stationen, die zum Nachdenken anregen. Einer dieser Orte ist der Eisenmensch, gleich am Anfang, gestaltet von der Berufsschule in Homberg. Eine Bank mit Blick über Remsfeld, eine Sitzgruppe, Holz-Kreuz und Klangssäulen gehören zu den Stationen, ebenso wie der Riss in einem historischen Grabsteinsockel. Die Idee stammt von der Remsfelderin Ingrid Kornemann-Linden, die einen solchen Weg während eines Kuraufenthaltes kennen gelernt hat. Die Umsetzung habe dann aber länger gedauert, sagt Pfarrer Heinz Hohaus.

Dafür sei es nun ein Gemeinschaftsprojekt, an dem sich viele beteiligt hätten. So wurde der Platz hinter der Kirche erst einmal geräumt und man nahm Vorhandenes zum Anlaß, dort eine Gedenkstation zu errrichten. „Wir nutzten, was uns auf der Fläche hinter der Kirche begegnete“, sagt Hohaus. Das Holzkreuz wurde aus umherliegendem Altholz gestaltet, ein vorhandener

Grabstein mit Riss integriert.

An einigen Stationen befinden sich kleine Tafeln, in die Zitate gemeißelt sind. „Du siehst alles ein bisschen klarer mit Augen, die geweint haben, “ von Marie von Ebner-Eschenbach, steht auf der Tafel am Grabstein.

An einer kleinen Steinmauer wurde eine Stange darüber gebaut, sinnbildlich dafür, Grenzen zu überwinden und über die Mauer zu gehen. Unter dem Baum wurde eine Sitzgruppe installiert. Wer von dort hochschaut, spiegelt sich in der darüber hängenden, glänzenden, Kugel und sieht sich von einer ganz anderen Seite. Ganz allein werden die Besucher auf dem Weg nicht gelassen.

Es gibt drei Flyer, mit deren Hilfe er unter jeweils einem anderen Gesichtspunkt beschritten werden kann. Trauer, Unterwegs sein und Neue Horizonte sind Themen, die Texte dazu gestaltete Pfarrerin Gundula Kühneweg.

Sie vermittelten eine andere Sichtweise und gäben Trost, so der Pfarrer. „An den verschiedenen Stationen bekomme der Betrachter damit Anregungen zum Nachdenken über sich und sein Leben“, sagte Pfarrer Heinz Hohaus.

Die Flyer werden an der Tourist-Info in Remsfeld ausgelegt.

Die VR Bank Schwalm-Eder spendete 1000 Euro für den Pfad.

 

Von Christine Thiery

Quelle: HNA

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