60 Musher fuhren um die Helfensteine

Schlittenhunde starteten am Dörnberg: Rennen im weißen Dunst

Schmusemoment: Josephine (8) aus Kassel kuschelt mit Sibirian Husky Chayenne.

Zierenberg. Waschküche und Schlammschlacht – das Schlittenhunderennen auf dem Hohen Dörnberg am Wochenende war nichts für Weicheicher. Mensch und Hund kämpften sich verbissen durch den Matsch.

Dabei waren große Erwartungen an die Neuauflage geknüpft: Nach acht Jahren Pause traten auf dem Segelfluggelände erstmals wieder Schlittenhundesportler, so genannte Musher, und ihre vierpfötigen Rennmaschinen zum Kampf gegen die Zeit an.

Den rund 60 Startern bereiteten der enorm glitschige Untergrund und die mangelnde Sicht nicht unerhebliche Probleme, einige Sportler zogen ihre Meldung zurück. Doch trotz dichten Nebels und zeitweiligen Nieselregens am Samstag fanden sich unterhalb des Siegelfliegerlagers etliche Zuschauer ein. Sie trafen auf international erfolgreiche Größen dieser Outdoor-Randsportart ebenso wie auf Hobbysportler ohne Vereinsbindung, die in unterschiedlichen Klassen ins Rennen gingen. Der Trail, die Rennstrecke, führte nach dem Start-Countdown durch Sprecher Uwe Müller und seinem Kommando „Go!“ über gut drei Kilometer rund um die Helfensteine. Streckenweise galt es, höchsten Anforderungen gerecht zu werden.

Mit ihren tierischen Partnern starteten Läufer, Mountain-Biker, Roller- und Räderwagenfahrer ins weite weiße Nichts, das sie unmittelbar nach dem Start aus dem Blickfeld der Beobachter verschwinden ließ. Den Einsatz von Schlitten hatte niemand ernsthaft erwartet. Solch hinderliches Wetter allerdings auch nicht. Dass da irgendwo im undurchdringlichen Dunst Basaltkuppen stehen sollen, überstieg das Vorstellungsvermögen der überwiegend ortsfremden Sportler. Dabei hätte Rolf Karwecki den naturverbundenen Gästen gerne diesen reizvollen Ausschnitt nordhessischer Landschaft präsentiert.

Selbst leidenschaftlicher Musher und Initiator der ersten Schlittenhunderennen am Dörnberg in den Jahren 2002 bis 2005, hatte der Habichtswalder die Veranstaltung des Niedersächsischen Schlittenhundesport-Verbandes maßgeblich organisiert und gehörte auch der dreiköpfigen Rennleitung an. Die verfuhr nach der Devise: „Wir lassen alle starten, die wollen.“ Siberian Huskies oder Alaskan Malamutes bestimmten damit nur etwa zur Hälfte das Bild der athletischen Pelzträger. Besonders in Jagdhunden und Jagdhundmischlingen stießen sie auf sprintstarke Sportkameraden. Gewertet wurde allerdings getrennt.

Unterstützung leisteten bei der Ausrichtung der Großveranstaltung das Naturparkzentrum, die Freiwillige Feuerwehr Ehlen und das DRK Zierenberg.

Von Dorina Binienda-Beer

Fotos vom Schlittenhunderennen

Schlittenhunderennen auf dem Hohen Dörnberg

Quelle: HNA

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