Verein baute Gasthaus-Saal zum Parcours um 

Rennstrecke für Modellautos eröffnet in Felsberg 

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Ab auf die Piste: Die Vorsitzenden der Modellbaufreunde Felsberg, Mirko Otys (links) und Dominik Rösner, mit einigen Modellautos auf der Rennstrecke. Auf der Fahrbahn liegen die beiden übrigens nur fürs Foto – gesteuert werden die Fahrzeuge eigentlich von einer Empore aus. 

Gensungen. Formel-1-Fans pilgerten einst zum Nürburgring, die Modellbaufreunde Felsberg treffen sich auf dem Felsburgring. Der Verein hat den Saal des Gensunger Gasthauses Zum Bahnhof zu einer Rennstrecke für Elektromodellautos umgebaut.

„Anfangs sind wir mit unseren Autos draußen gefahren“, sagt Mirko Otys. Er ist Vorsitzender des 2014 gegründeten Vereins. „Aber irgendwann kam der Wunsch auf, auch bei schlechtem Wetter fahren zu können.“

Zunächst nutzten die Modellbaufreunde dafür die kleine Turnhalle in Gensungen. Die ersten Versuche machten sie auf blankem Parkett – „das war aber nix“, sagt Otys. Von der Cebit Hannover bekamen sie kostenlos Teppichboden, mit dem sie den Hallenboden auslegen konnten. Darauf fuhr es sich deutlich besser.

Trotzdem war diese Lösung suboptimal: „Wir hatten zwei Stunden Hallenzeit, währenddessen mussten wir noch auf- und abbauen“, sagt der zweite Vereinsvorsitzende Dominik Rösner. So entstand die Idee, sich einen festen Standort zu suchen. Der Verein wurde fündig: Die Inhaberin des Gasthauses zum Bahnhof stellte den benachbarten Saal zur Verfügung. Im Oktober 2017 begannen die Modellbaufreunde mit dem Umbau. 

500 Arbeitsstunden haben die Vereinsmitglieder in den Bau der 70 Meter langen Bahn investiert. Sie erstreckt sich über eine Fläche von 104 Quadratmetern.

„Den Parcours habe ich erst mal mit Streichhölzern auf einem Blatt Papier gebastelt“, erzählt Otys. Dann wurde der Fußboden mit Teppichboden ausgelegt und darauf ein Parcours gebaut – aus Holzfaserleisten, die am Boden festgeschraubt sind. „Die Kanten haben wir rundgefräst, damit die Autos beim Drüberfahren nicht kaputtgehen“, erklärt Rösner. Als Streckenbegrenzung dienen übereinandergestapelte Gokart-Reifen. 

Da der Saal keine Heizung hat, haben die Modellbaufreunde einen Kamin eingebaut. Außerdem haben sie die bereits vorhandene kleine Empore etwas vergrößert und ein Geländer angebaut. Von dort aus kann man die Fahrzeuge steuern, sodass die Autos freie Bahn haben. 

Neben der Rennstrecke haben sich die Modellbaufreunde auch eine Schrauberwerkstatt eingerichtet. Denn genau wie die großen Rennautos werden auch die Modellflitzer getunt, damit sie möglichst schnell fahren. „Man kann zum Beispiel Kugellager einbauen, die sind in den Standardautos nicht drin“, nennt Dominik Rösner. Während jedes Trainings werde zwischendurch an den Autos geschraubt: „Zum Teil brechen Autoteile während der Fahrt durch oder verbiegen sich.“

Der Felsburgring dient zwar in erster Linie als Treffpunkt für die Modellbaufreunde. Nach Absprache können aber auch Außenstehende die Strecke nutzen: „Es ist zum Beispiel kein Problem, hier einen Kindergeburtstag zu feiern“, sagt Mirko Otys.

Der Verein freut sich zudem über neue Mitglieder. Interessierte können freitags zwischen 18 und 21 Uhr bei den Treffen der Modellbaufreunde vorbeischauen – natürlich auf dem Felsburgring.

Am Sonntag, 29. April wird der Felsburgring offiziell eröffnet. Von 11 bis 18 Uhr können Besucher vorbeikommen und die Strecke mit eigenen oder geliehenen Fahrzeugen testen. Rennen werden aber während der Veranstaltung nicht gefahren. Es gibt Bratwürstchen, Kaltgetränke sowie Kaffee und Kuchen.

Quelle: HNA

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