Reptich muss bis 2014 an Jesberger Kläranlage angeschlossen werden

+
Dringend sanierungsbedürftig: Die Brücke über die Gilsa in Reptich. Mit dem Kanalbau im Dorf kann erst begonnen werden, wenn sie erneuert worden ist.

Jesberg. Kanalbau, nichts als Kanalbau: Letztes Projekt zur Abwasserreinigung in Jesberg ist der Anschluss des kleinen Ortsteils Reptich, in dem 140 Menschen leben. Bis 2014 muss das Dorf an die Kläranlage in Jesberg angeschlossen werden und eine moderne Kanalisation erhalten.

Darüber hat Bürgermeister Günter Schlemmer die Gemeindevertreter informiert. Die Abwasserproblematik beschäftigt die Jesberger Kommunalpolitik seit Jahrzehnten und verbraucht bis heute den größten Teil des Geldes, das der Gemeinde für Investitionen zur Verfügung steht.

Das wird um die zwei Millionen Euro kosten. Per Pumpendruckleitung wird das Repticher Abwasser dann in die Jesberger Kläranlage transportiert. Das sei deutlich günstiger, als das Abwasser im Gefälle in eine Kläranlage bei Neuental-Gilsa laufen zu lassen, betonte Schlemmer. Mit dem Bau dieser Leitung solle noch in diesem Jahr begonnen werden.

Voraussetzung für die Kanalbauarbeiten im Dorf selbst ist laut Schlemmer jedoch die Sanierung der alten Brücke über die Gilsa. "Die ist marode und kann den Verkehr mit schweren Baufahrzeugen nicht mehr tragen", sagte er. Ohne Zuschüsse des Landes könne jedoch die Gemeinde Jesberg die Sanierung nicht stemmen, die um die 400.000 Euro kosten soll. Zunächst sei deshalb die Finanzierung zu klären.

Ein weiteres Problem kommt dann auf Jesberg zu: Während der sechs bis sieben Monate der Brückensanierung ist der größte Teil des Dorfes nicht erreichbar. Daher werde man wohl einen Feldweg zur Straße ausbauen müssen, es werde noch nach Lösungen gesucht. Außerdem werde ein Steg über die Gilsa für Fußgänger notwendig. (ula)

Quelle: HNA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare