Bernhard Stirn hört nach 25 Jahren auf – Die Jugendarbeit muss verbessert werden

Rettern fehlt der Nachwuchs

Mit Herzblut dabei: Die beförderten und geehrten Mitglieder der Borkener Wehren. Fotos: Zerhau

Borken. Achim Hilgenberg ist neuer Chef der Borkener Feuerwehren. Die Wahlen standen im Mittelpunkt der gemeinsamen Jahreshauptversammlung im Borkener Bürgerhaus. Der Amtsvorgänger Bernhard Stirn hatte den verantwortungsvollen Posten 25 Jahre lang inne und hatte jetzt nicht mehr kandidiert.

Zuvor gab der scheidende Stadtbrandinspektor seinen Jahresbericht ab. Im Berichtsjahr rückten die 286 Männer und Frauen der 13 Borkener Einsatzabteilungen zu 150 Einsätzen aus. Dabei gehörten 33 Brände und zehn Hilfeleistungen bei Verkehrsunfällen zu den schwierigsten Einsätzen. Dazu kamen noch Gefahrgut- und Hochwassereinsätze sowie die Beseitigung von Öl- und Treibstoffspuren in 32 Fällen.

Wie in den meisten Einsatzabteilungen ist auch in Borken die Zahl der Einsatzkräfte rückläufig. Von 315 Feuerwehrleuten im Jahr 2006 ist die Zahl der Aktiven auf 286 im Berichtsjahr zurückgegangen. Diese leisteten im Vorjahr über 29 000 Einsatzstunden. Die Jugendlichen kamen auf über 13 000 Stunden. Als einen Hauptgrund für den Rückgang nannte Stirn die Tatsache, dass nicht genügend Nachwuchs aus den Jugendabteilungen nachrücken würde. Allein 35 Jugendliche seien im vergangenen Jahr aus der Jugendfeuerwehr ausgetreten. Dort sehen die Borkener Wehren den größten Handlungsbedarf, die Arbeit in den Jugendabteilungen attraktiver zu gestalten. Derzeit sind 90 Mädchen und 132 Jungen in den Jugendabteilungen aktiv.

Nach zwölf Jahren als Stadtjugendfeuerwehrwart hat Tobias Hiebsch (Gombeth) sein Amt abgegeben. Neuer Ansprechpartner für die Jungen und Mädchen der Borkener Jugendabteilungen ist Alexander Wilhelm (Kerstenhausen). (zzp)

Quelle: HNA

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