Suche mit Wärmebildkamera nach Vermissten in der Fulda

Feuerwehrübung: Rettung aus eisigen Fluten

Schutzanzug: Dick eingepackt stieg Feuerwehrmann Lennart Rausch in die eisigen Fluten der Fulda.

Melsungen. Alarm bei der Feuerwehr Melsungen: Ein Kanu sei auf der Fulda gekentert, eine Person treibe im Wasser, die zweite sei verschwunden, meldete ein Passant der Rettungsleitstelle. Innerhalb kürzester Zeit war ein Löschzug am Gewässer, um die Menschen aus dem Wasser zu ziehen.

Zum Glück war das alles nur ein Übungsszenario, das sich Ausbilder Fabian Schmoll ausgedacht hatte. Sein Ziel: Die Feuerwehrleute bei der Wasserrettung zu trainieren. Erschwert wurde die Übung noch durch die einbrechende Dunkelheit.

Schon auf der Anfahrt wurden die Einsatzkräfte über Funk über die Lage informiert. Nach dem Eintreffen wurden sofort zwei Feuerwehrleute als Beobachtungsposten an das Wehr beordert. Zwei weitere stiegen in die Fulda, bekleidet mit wasserdichten und wärmeisolierenden Eisrettungsanzügen. Vom Ufer aus wurden sie mit Leinen gesichert. Nach wenigen Minuten, war das im Wasser treibende Opfer – ein Feuerwehrmann in einem Schutzanzug – entdeckt. Gemeinsam mit den Helfern am Ufer wurde er an Land gezogen.

Mittlerweile hatten andere Übungsteilnehmer an der Floßanlegestelle unter der St. Georgs-Brücke das Feuerwehrboot ins Wasser gelassen und suchten nach der vermissten Person. Dazu setzten die Feuerwehrleute eine Wärmebildkamera ein. Schließlich fanden sie die Übungspuppe unter überhängenden Büschen, die das Ufer säumten. Bootsbesatzung und Helfer an Land bargen gemeinsam die Übungspuppe.

Zahlreiche Passanten hatten die Blaulichter an der Zwei-Pfennigs-Brücke gesehen und fragten bei den Einsatzkräften nach, was geschehen sei. Schnell konnten sie beruhigt werden, dass es sich nur um eine Übung handele. Zugleich erhielten sie Informationen über das Szenario. Einige blieben auf der Brücke stehen und beobachteten den Übungsablauf.

In einer Besprechung erläuterte Schmoll Zweck und Ablauf der Übung. Dabei standen die Einsatzgrundsätze für Wasserrettungen im Vordergrund. Er betonte aber, dass bei einem realen Unfall mit diesem Szenario weitere Helfer der Wasserrettung aus dem Schwalm-Eder-Kreis mit Booten und Spezialausrüstung gekommen wären.

Nach der letzten Übung vor drei Jahren sei die Wasserrettung bei der Feuerwehr Melsungen weiter trainiert worden. Dies habe sich positiv auf die Übung ausgewirkt. (zot)

Quelle: HNA

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