Parlament beschließt einstimmig, finanzielle Hilfe vom Land anzunehmen

Rettung unterm Schirm

Land in Sicht: Kräftig paddeln müssen die Neuentaler Gemeindevertreter für einen ausgeglichenen Haushalt. Das Archivbild stammt vom Brückenfest in Waltersbrück. Foto: Archiv

Neuental. Die Freude der Mandatsträger von Neuental, unter den Kommunalen Rettungsschirm zu schlüpfen, hielt sich während der Sitzung im Bürgerhaus in Schlierbach in Grenzen. Dennoch sprachen sie sich einstimmig dafür aus, die Schulden abzubauen und bis 2016 einen ausgeglichenen Haushalt vorzulegen.

Der Weg dorthin sei beschwerlich, und mute den Menschen einiges zu, sagte Bürgermeister Kai Knöpper. Doch an den Erhöhungen von Steuern und Gebühren in den kommenden vier Jahren führe kein Weg vorbei. Dennoch hielten sich die finanziellen Belastungen in einem erträglichen Maß.

Nach dem Konsolidierungsplan gibt es im kommenden Jahr folgende Veränderungen: • Kindergarten: Für den Ganztagsplatz werden 140 Euro fällig (+ 20 Euro). Jeweils zehn Euro mehr müssen für den Vormittags- und Nachmittags- Platz bezahlt werden. In den kommenden Jahren steigen die Gebühren um zehn beziehungsweise um fünf Euro. Auch für Kinder unter drei Jahren werden nun Gebühren fällig. Insgesamt kommen 30 000 Euro in die Gemeindekasse.

• Abwasser: Für den Kubikmeter Abwasser muss künftig ein Euro mehr bezahlt werden. Der Preis liegt dann bei 5,70 Euro. Die Gemeinde rechnet mit Mehreinnahmen von 109 000 Euro • Zuweisungen: Laut Finanzministerium ist mit 56 000 Euro zu rechnen. • Feuerwehr: Zuschuss für die Zusammenlegung der Wehren von Waltersbrück und Römersberg 25 000 Euro. • Zinsen: Einsparung durch Kreditablösung 25 000 Euro.

Insgesamt sollen im kommenden Jahr 291 000 Euro im Haushalt gespart oder mehr eingenommen werden. Ähnlich soll es im Jahr 2014 weiter gehen. Dann ist unter anderem eine Erhöhung der Grundsteuern A und B auf 375 Prozent geplant. In zwei weiteren Schritten steigen die beiden Steuern auf 500 Prozent im Jahr 2016.

Im wesentlichen kommentierten die Fraktionen, dass es für die Neuordnung der kommunalen Finanzen keinen anderen Weg gebe. Nur so könnten die Weichen für die Zukunft gestellt werden. Darüber hinaus forderten sie, die Verwaltung müsse ebenfalls einen Beitrag zum Abbau des Defizits leisten, damit nicht die Last komplett auf den Schultern der Neuentaler liegen. (ras)

Quelle: HNA

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