Ehrenmal für Opfer von Krieg und Gewalt 

Rettung vor dem Verfall: Ehrenmal in Neuenbrunslar wurde saniert

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Gemeinsames Engagement für die Restaurierung des Ehrenmals in Neuenbrunslar: von links Heiko Fenzl und Heinz Winzenburg von der Projektgemeinschaft, Ortsvorsteher Hilmar Löber, Bildhauer Friedrich Pohl und Architekt Manfred Quehl. 

Neuenbrunslar. Das Ehrenmal für die Opfer von Krieg und Gewalt ist nach mehr als vier Jahren fertig saniert.

Zu verdanken ist das einer Projektgemeinschaft, die Spenden sammelte und Fachleute ins Vorhaben einband. Doch ganz abgeschlossen sind die Arbeiten noch nicht – weitere Spenden werden benötigt.

Die Vorgeschichte

Nach der Anfrage eines Historikers wurden Mitglieder des Historischen Archivs Brunslar vor fünf Jahren auf das Ehrenmal neben der Bergkirche aufmerksam. Das Denkmal hatte Risse, die Bronzetafel mit den Namen der Opfer beider Weltkriege war locker. Das am 11. Mai 1924 von der damaligen Gemeinde Neuenbrunslar eingeweihte Ehrenmal gehört heute der Stadt Felsberg. Die aber sah sich aufgrund ihrer hohen Verschuldung nicht in der Lage, die Sanierungskosten zu tragen.

Die Initiative

Mitglieder des Historischen Archivs Brunslar und des Gemischten Chores Neuenbrunslar bildeten Anfang 2014 eine Initiative, aus der die Projektgemeinschaft entstand. Die ehrenamtlichen Hauptinitiatoren Heinz Winzenburg und Heiko Fenzl zogen jetzt Bilanz: „Wir sind froh, dass nach fast 1400 ehrenamtlich geleisteten Stunden das Ehrenmal jetzt in einem würdigen Zustand ist.“ Das ist dem Team besonders wichtig: „Unser Ehrenmal ist eine Mahnung zum ewigen Frieden.“

Die Arbeiten

Die Denkmalpflege empfahl, den Sandstein durch eine Überdachung zu schützen. „Jetzt ist der Steinzerfall ganz stark gebremst“, sagt der Kasseler Bildhauer Friedrich Pohl, der das Projekt genau so engagiert unterstützte wie Architekt Manfred Quehl und der Steinmetz und Restaurator Andreas Kurnatowski.

Die Kosten

Die Sanierung hat 14 000 Euro gekostet. Zusätzliche Bildhauerarbeiten und die notwendige Stahl-Glasdach-Konstruktion zum Schutz des Ehrenmals trieben nach den Worten der Initiatoren die Kosten in die Höhe.

Die Spender

Dankbar sind die Initiatoren für die vielen Spender, darunter die Kreissparkasse Schwalm-Eder, die ehemalige Stadtsparkasse Felsberg, die VR-Bank Schwalm-Eder und die Sparda-Bank Hessen. Elf heimische Firmen und freiberuflich Tätige, zehn Vereine, Verbände und Parteien sowie Bürger aus Alten- und Neuenbrunslar unterstützten das Projekt.

Die weiteren Pläne

Da die Bodenfläche am Ehrenmal bis zum Volkstrauertag im November noch gepflastert werden soll, die Spenden der Projektgemeinschaft aber aufgebraucht sind, hat der Ortsvorsteher Hilmar Löber zugesagt, die Organisation dafür zu übernehmen.

Quelle: HNA

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