Rettungs-Digitalfunk im Wolfhager Land weiterhin in der Warteschleife

Wolfhagen. Der abhörsichere Digitalfunk für Polizei, Feuerwehren und Rettungsdienste im Landkreis Kassel kommt in den nächsten Wochen und Monaten, doch wann er in Betrieb geht, ist offen.

Der eigentlich für 2006 vorgesehene bundesweite Start wurde mehrfach verschoben und steht in Hessen nun für dieses Jahr auf dem Programm. Noch sind aber nicht alle technischen Fragen gelöst.

Aufgrund einer befristeten Zuschussaktion des Landes haben die Kommunen bereits vor geraumer Zeit die Funkgeräte für ihre Feuerwehren geordert. Der Landkreis übernimmt Koordination und Verteilung. Das muss genau dokumentiert werden, weil die abhörsicheren Funkgeräte wie Mobiltelefone mit speziellen Identifikations-Karten betrieben werden, damit kein Missbrauch stattfinden kann.

An elf der 29 Kreiskommunen wurden bereits Geräte ausgeliefert und mit den Sicherheitskarten „verheiratet“, wie Kreisbrandinspektor Sebastian Mazassek auf HNA-Anfrage erklärte. Die Wolfhager Wehr hat elf Funkgeräte bereits erhalten. Es habe auch schon Schulungen gegeben, aber vom Land Hessen noch kein Signal zum Betriebsstart, sagt Mazassek. Obwohl es im Vorfeld deutschlandweit viele Vorbehalte und Kritik an der Erreichbarkeit des Digitalfunks und an den Geräten gab, ist der Kreisbrandinspektor sicher, dass mit dem digitalen Netz die Sprachqualität und Verständlichkeit zunehmen. Zudem können zusätzliche Daten wie aktuelle Position (GPS) und Statusmeldungen übertragen werden.

Insgesamt erhalten Feuerwehren, Rettungsdienste, Wasserrettung und Katastrophenschutz im Kreis Kassel 1500 Endgeräte. Das erforderliche neue Digitalfunknetz ist im Kreis bereits fast überall verfügbar. (tty/uli)

Quelle: HNA

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