Rettungswagen konnte nicht ausrücken: Täter hatten die Spiegel abgetreten

Homberg. Die Besatzung eines Homberger Rettungswagens konnte am Mittwochmorgen nicht zu einem medizinischen Einsatz ausrücken: Unbekannte Täter hatten in der Nacht beide Spiegel des Rettungsfahrzeuges abgetreten.

Sie hingen lose an den Seiten des Wagens herunter, der deswegen nicht mehr fahrbereit gewesen sei, berichtet Markus Franz, Leiter der Homberg DRK-Rettungswache.

Um die Versorgung des Patienten zu gewährleisten, habe man einen Notarztwagen aus Melsungen alarmieren müssen, der dann statt des demolierten Wagens nach Knüllwald fuhr. Wegen der notwendigen Absprachen und des längeren Weges, den die Melsunger bis nach Knüllwald brauchten, sei die Hilfe erst viel später beim Patienten eingetroffen, berichtet Markus Franz.

Er zeigte sich am Mittwoch bestürzt über den Vorfall. Immerhin hätte der Patient durch die Verzögerung auch großen Schaden erleiden können, sagt er. Der Wagen, der deutlich als Einsatzwagen erkennbar gewesen sei, war am ehemaligen Homberger Krankenhaus geparkt, wo sich nach wie vor das Bereitschaftszimmer des Notarztes und des DRK-Fahrers befindet.

Der Polizei liegen vermehrt Anzeigen wegen abgetretener oder abschlagener Spiegel vor. Vor allem bei Autos, die in der Nähe von Kirmessen, Abifeiern oder Diskotheken parken, komme es immer wieder zu solchen Beschädigungen, sagte Polizeisprecher Markus Brettschneider. Allerdings sei es noch nie passiert, dass sich die Täter an einem Rettungsfahrzeug vergriffen hätten. Die Polizei schätzt den Schaden am Rettungsfahrzeug auf 1000 Euro. (bra)

Quelle: HNA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare