Brandserie - Urteil des Kasseler Landgerichts nicht rechtskräftig

Weißenthalsmühle: Staatsanwaltschaft legt Revision ein

Raub der Flammen: Im Dezember vergangenen Jahres brannte die Weißenthalsmühle in Niedenstein ab.

Kassel. Im Verfahren um die Brandserie Weißenthalsmühle ist das Urteil des Kasseler Landgerichts für keine und keinen der drei Angeklagten rechtskräftig geworden. Die Staatsanwaltschaft hat Revision gegen die am 25. Januar verkündete Entscheidung eingelegt.

Auch der Angeklagte Jürgen K. geht in Revision, wie sein Verteidiger Marcus Mauermann mitteilte. K. war wegen zweifacher Brandstiftung und weiterer Delikte zu sechs Jahren und zehn Monaten Haft verurteilt worden. Das Gericht hatte seinen Aussagen, er sei von Mühlenbesitzer Volker G. mit der Brandlegung beauftragt worden, nicht geglaubt.

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Volker G. war vom zentralen Anklagevorwurf freigesprochen worden, er habe auf seinem Anwesen in Niedenstein einen Brand gelegt und zwei weitere bei Jürgen K. in Auftrag gegeben, um Geld von seiner Versicherung zu kassieren. Er war aber wegen bedingt vorsätzlicher Hehlerei beim Ankauf eines Klein-Baggers und versuchten Betrugs beim Geltendmachen eines Versicherungsschadens zu einer Geldstrafe verurteilt worden. Gegen diese Verurteilung habe er Revision eingelegt, erklärte sein Verteidiger.

Die Lebensgefährtin des Mühlenbesitzers, Corinna S., war komplett freigesprochen worden. Bis der Bundesgerichtshof in Karlsruhe über die Revisionen entscheidet, können nun viele Monate ins Land gehen. (kaj)

Quelle: HNA

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