Frederick Schröder aus Hebel ist der beste Schütze seiner Altersklasse in Hessen

Auf die richtige Sportart gezielt

Bei der Sache: Normalerweise ist Frederick Schröder hochkonzentriert und schaut nicht wie hier zur Seite, wenn er am Gewehr ist. Foto: Sonnabend

Hebel. „Ich denke nichts“, sagt Frederick Schröder. Das ist auch richtig so, findet sein Trainer Helmut Mandt: „Wenn er denkt, dann hat er verloren.“ Beim Schießen soll Frederick abschalten und sich nur auf den Wettbewerb konzentrieren.

Seit er zehn Jahre alt ist, schießt Frederick im Schützenverein Hebel. Weil er so jung war, brauchte er damals eine Sondergenehmigung. Inzwischen ist er zwölf, in diesem Alter fangen andere erst mit dem Sport an. Der blonde Siebtklässler hat es aber schon bis zu den Hessischen Meisterschaften geschafft.

Erfolgreiches Jahr

Durch seine Mutter Sabine Schröder ist Frederick auf die Idee gekommen, Schütze zu werden. Sie fing mit zwölf Jahren an, wurde auch schon von Helmut Mandt trainiert und hat es damals bis in den Landeskader geschafft. Sie ist stolz darauf, dass auch ihr Sohn erfolgreich ist. Sein Ehrgeiz sei allerdings größer.

Ihr Sohn hat in diesem Jahr Preise im Freihandschießen und im Dreistellungsschießen mit dem Luftgewehr gewonnen. In beiden Disziplinen wurde er Einzelkreismeister, Mannschaftskreismeister und Gaumeister.

Dann kam die Landesmeisterschaft: „Das war bisher sein größter Erfolg“, spricht Trainer Helmut Mandt für seinen Schützling.

In diesem Wettbewerb holte er in seinem Jahrgang im Stellungskampf Gold und im Freihand-Schießen Silber. Vielleicht klappt es im nächsten Jahr auch mit der Deutschen Meisterschaft. „Dazu gehört auch ein bisschen Glück, die Tagesform ist entscheidend“, so Mandt. Ihm gefalle besonders die Unbekümmertheit des Jungschützen beim Schießen.

Die sieht man Frederick auch an: Lässig steigt er in seine schwere, steife Sportkleidung und hebt das fünf Kilogramm schwere Luftgewehr an. Nichts scheint ihm leichter zu fallen, als die ein paar Meter entfernt stehende, relativ kleine Zielscheibe zu treffen. So trainiert er jede Woche, 40 Minuten Freihand-, 75 Minuten Dreistellungsschießen.

Wettkämpfe finden alle zwei Wochen statt. Im Moment spielt Frederick auch noch im Fußballverein, da ist er Torwart.

Irgendwann wird er sich wohl für eine Sportart entscheiden müssen, sagt seine Mutter. Frederick scheint aber schon eine der beiden Sportarten anvisiert zu haben, schließlich sagt er: „Ich freue mich schon darauf, wenn ich vierzehn bin. Dann darf ich endlich mit einem Kleinkaliber schießen.“

Von Nora Sonnabend

Quelle: HNA

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