Einweihung der Wasserkünste im Schlosspark nach aufwändiger Restaurierung - 150 000 Euro Kosten

Rieder Kaskaden sprudeln wieder

Neue Optik: Während der einjährigen Restaurierungszeit der Wasserkünste im Rieder Landschaftspark wurde auch der zentrale Teich nahe des Schlosses neu gestaltet. Fotos: zih

Riede. Sie sprudeln wieder: die Kaskaden im Rieder Schlosspark. Sie sind die Miniaturausgabe der Wasserkunst im Bergpark Wilhelmshöhe. Der 1742 in Riede geborene und 1810 in Kassel gestorbene Heinrich von Meysenbug ließ sie am Rieder Schloss nach dem Kasseler Vorbild anlegen. Jetzt wurde „Die kleine Wilhelmshöhe“, die einst Landschaftsmaler, Architekt und Gartengestalter Johann Heinrich Müntz unterhalb des Klauskopfs in einem ehemaligen Wildpark als etwa 27 Hektar großen englischen Landschaftspark im frühromantischen Stil geschaffen hatte, nach aufwändiger Restaurierung wieder freigegeben.

Ein Jahr Bauzeit

In Kooperation mit dem Förderverein Schloss Riede unter Vorsitz von Norbert Zimmermann, der Gartendenkmalpflegerin Maren Brechmacher-Ihnen, dem Landesamt für Denkmalpflege Hessen, der Deutschen Bundesstiftung Umwelt sowie weiteren Fachbehörden haben Dr. Johannes und Dr. Christian Kahl als neue Schlossbesitzer die Rieder Wasserkunst wieder instand gesetzt. Gesamtkosten der über einjährigen Bauarbeiten: 150 000 Euro, von denen 80 000 Euro durch Fördergeld abgedeckt wurden.

Am Tag des offenen Denkmals wurden die Rieder Kaskaden im Beisein von über 250 Besuchern offiziell eingeweiht. Wobei Bad Emstals Bürgermeister Ralf Pfeiffer Bedenken hatte, ob das Wasser aus den oberen zwei restaurierten Teichen auch tatsächlich in den steinernen Kaskaden durch die kleine Teufelsbrücke in den ebenfalls neu gestalteten Schlossparkteich laufen würde. Seine Zweifel waren unbegründet, die Rieder Wasserkunst funktionierte perfekt.

„Mit der Wiedereröffnung der Kaskaden“, so Fördervereinsvorsitzender Norbert Zimmermann, „hat Riede neben dem Schloss eine einzigartige historische und architektonische Rarität mehr.“

Prosit mit Apfelchampagner

Passend zum Ereignis konnte auf die neu geschaffenen Kaskaden mit extra dafür gekelterten Rieder Apfelchampagner angestoßen werden. Zudem gab es Führungen sowie Lesungen durch den Kultur- und Geschichtsverein. Im Kuhstall des ehemaligen Gutshofes präsentierte Beate Boehmke eine Gemäldeausstellung zum Thema Menschen, Tiere, Landschaften. (zih)

Quelle: HNA

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