Planung für Fernreisen

Risiko reist stets mit: Früh über Impfungen und Prophylaxe informieren

Reiseapotheke: Vor dem Start in den Urlaub sollte man sich über gesundheitliche Risiken im Urlaubsland erkundigen. Die Reiseapotheke darf auf keinen Fall fehlen.

Schwalmstadt. Nie war es einfacher, ferne Länder zu bereisen und fremde Kulturen kennen zu lernen. Doch oft lauern an den Zielen Gesundheitsrisiken. Damit der Traumurlaub nicht zum Albtraum wird, ist eine gute Vorbereitung wichtig.

Das weiß der Schwalmstädter Internist und Hausarzt Dr. Winfried Haupt: "Man sollte sich in jedem Fall ausführlich über das Land informieren." Die meisten seiner Patienten seien jedoch dank ihres Reiseveranstalters über Risiken aufgeklärt.

Generell rät der Arzt den Urlaubern zu einer Überprüfung des Standard-Impfschutzes Tetanus, Diphterie, Keuchhusten, Kinderlähmung. Der sollte bei Fernreisen lückenlos sein. Zudem gebe es sinnvolle Ergänzungsimpfungen, die von Urlaubsziel und Gesundheitszustand des Reisenden abhingen. "Eine Hepatitis-A-Impfung ist in jedem Fall empfehlenswert, da diese Viruserkrankung sehr schnell durch verunreinigte Lebensmittel übertragen werden kann."

Bei anderen Impfungen wie gegen Gelbfieber müsse man das Risiko einer Infektion abwägen. In Ländern wie Brasilien und Kolumbien sei diese Impfung allerdings Pflicht.

Gegen die häufigste Tropenkrankheit, die Malaria, gibt es keinen Impfschutz. Eine Alternative sind Medikamente, die prophylaktisch eingenommen werden und so eine Infektion verhindern. "Doch genauso wichtig ist es, sich mit Moskitonetzen und Substanzen, die Mücken abstoßen, vor Stichen zu schützen."

Überhaupt sei es am besten, die Risiken durch überlegtes Handeln zu minimieren: Obst und Gemüse zum Beispiel nie ungewaschen verspeisen. Und in Gewässern, in denen kein Einheimischer badet, sollte man besser nicht schwimmen gehen. "Die Menschen vor Ort wissen am besten, wie man sich vor Krankheiten schützt."

Von Pamela De Filippo

Quelle: HNA

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