Mittelalterliches Spektakel in der Innenstadt

Kaiserfest in Fritzlar: Ritter gaben den Ton an

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Fritzlar. Ein mittelalterliches Spektakel erlebten die Besucher des Kaiserfestes, das in Fritzlar bereits in der 4. Auflage gefeiert wurde. Das teils regnerische Wetter hielt die Besucher nicht ab. Einige hatten sich selbst in historisch nachempfundene Roben gekleidet und trugen zum stimmungsvollen Gesamtbild bei.

Bereits am Freitag füllten – trotz des unfreundlichen Regenwetters – die Besucher den Altstadtkern und die Parkanlage in der Allee, wo Ritter ihre Unterkünfte hatten, tafelten, Schwertkämpfe zeigten und Händler Waren sowie Speisen und Getränke anboten.

Dazu gab es ein reichhaltiges und äußerst kurzweiliges Programm mit Minnegesang, Gaukelei und Lagerleben.

Als am Samstag und Sonntag die Wetterkapriolen nachließen, stiegen auch automatisch die Besucherzahlen an. Dicht gedrängt drehten die Gäste ihre Runden zwischen Marktplatz und Allee.

Großer Beliebtheit erfreuten sich die Schaukämpfe der Ritter in der Allee. Manche davon hatten kein Haar auf dem Kopf, aber eine blitzblanke Rüstung. Da fragte sich der ein oder andere Besucher, ob es in der Ritterzeit schon Edelstahlreiniger gab. Aber tatsächlich werden die Metallteile mit einer Mischung aus Öl und feinem Sand gereinigt, wie einer der Ritter verriet.

Eine besondere Attraktion für Kinder war ein historisches Karussell. Am Marktplatz hatten Bernd Trachternach, Sebastian Dorl und Sven Bäßler aus Alzenau in Unterfranken ihr Fahrgeschäft aus dem Jahr 1692 aufgestellt. Die Reitschule, wie das Karussell heißt, wird rein manuell nur mit Muskelkraft angetrieben, besser gesagt, von den drei Betreibern angeschoben.

Fotos vom Mittelalter-Spektakel:

Kaiserfest in Fritzlar

Das alte Karussell ist nicht mehr ganz originalgetreu. Das liege zum Teil an den Auflagen von TÜV und Versicherungen, erklärte Bernd Trachternach. Der obere Teil sei durch Metallteile wie Zahnräder und Halterungen ersetzt worden. Lediglich der untere Teil mit den Pferden und den Sitzen sei aus Holz. Die Konstruktion sei dadurch sehr pflegeintensiv.

Von Peter Zerhau

Quelle: HNA

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