Bei den Ferienspielen in Jesberg spielten 30 Kinder das Leben im Mittelalter nach

Ritterburg vor der Kirche

Ritter und Burgfräuleins: Die Kinder hatten bei den Ferienspielen der evangelischen Kirche viel Spaß rund um die Jesberger Kirche. Foto: Hebeler

Jesberg. Einmal im Jahr verwandelt sich der sonst so friedliche Jesberger Kirchplatz in ein Schlachtfeld. Das geschieht immer dann, wenn 30 Ritter dort ein zünftiges Burgleben führen, das vom Kräutersammeln bis zum wilden Schlachtgetümmel reicht.

Jeweils in der fünften Ferienwoche treffen sich 30 Kinder aus Jesberg und der Umgebung zu den Ferienspielen unter der Leitung der evangelischen Jugendarbeit.

Viele freiwillige Helfer

Jugendarbeiterin Regine Häge erarbeitet die Inhalte, die Betreuung der Sechs- bis Zwölfjährigen übernehmen engagierte Erwachsene wie Felix und Christiane Weinberger, Stefanie Drüsedau aus Densberg, Margita Müller aus Bad Zwesten und Johannes Schaumlöffel.

Das Leben in einer Burg, ob als Ritter oder Mönch, Burgfräulein oder Kräuterfrau stand in diesem Jahr auf dem Programm. Johannes Schaumlöffel hatte sich intensiv vorbereitet. Er spielte den Franz von Assisi, der zunächst als Ritter ausgebildet wurde und nach einer schweren Verwundung im Fieberwahn Visionen hatte, wie Eva Weinberger berichtet. Sie und ihre Freundin Lara Hildebrand genossen die Geschichten, die sie dort ganz lebensnah durchspielten.

„Von Königen, Rittertugenden und der Wirklichkeit des Krieges wollen wir ihnen berichten“, erklärte Felix Weinberger, und dazu gehört auch ein Zeltlager mit Spießbraten, Gauklern und einer Übernachtung.

Dabei bekommen die Kinder viel Unterstützung. Nicht nur die Evangelische Landeskirche, auch die politische Gemeinde und die Raiffeisenbank trugen dazu bei, dass Material und Verpflegung gekauft werden konnte. Vom Holzfachhandel vor Ort bekamen die Kinder genügend Bauholz für ihre Burg, eine originelle Zugbrücke und die Schilde.

Und während der vier Tage der Ferienspiele standen Kuchen und andere Leckereien sowie kühle Getränke bereit. Zu verdanken war das dem Engagement des Kirchenvorstands.

Von Helga Hebeler

Quelle: HNA

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