Programm für 2019 steht  

Rock am Stück in Fritzlar wächst weiter - 2019 ist Hämatom dabei

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Festival und Camping: Das gehört für viele zusammen. Auch für (von links) Jürgen Beck und Ralf Silbermann aus NRW, Burkhard Schulte aus Baden-Württemberg und Marco Pfeifer aus dem Odenwald. Sie waren dieses Jahr bei „Rock am Stück“.

Fritzlar. Hier hilft nur ein Superlativ. „Es war das beste Rock am Stück aller Zeiten“, sagt Michael Döring mit angekratzter Stimme. Das Festival in  Geismar liegt zwar bereits einige Tage zurück, die Folgen des Organisierens, Delegierens, Moderierens sind ihm aber noch deutlich anzuhören.

„Es war ein würdiges Festival-Jubiläum“, erklärt der Geschäftsführer der LohrBergWerk Rock-Promotion. Er sei nun erschöpft, aber glücklich. Der Stress habe sich gelohnt.

Die zehnte Auflage war vor allem eines: das größte „Rock am Stück“-Festival aller Zeiten. Am Donnerstag waren 1200 Besucher da, der Freitag mit 3600 und der Samstag mit 4000 Rockfans waren ausverkauft. „Das war einfach nur gewaltig“, schwärmt Döring. Der Andrang war so groß, dass die Zahl der Campingflächen kurzerhand von sechs auf zwölf verdoppelt wurde. Landwirte hatten spontan ihre abgeernteten Rapsfelder zur Verfügung gestellt.

Für manches Zelt war das ein schwieriges Terrain, wie einige Besucher auf der Facebook-Seite des Festivals kritisierten. „Die Alternative wäre gewesen, die Camper heimzuschicken.“ Das wollten die Organisatoren nicht. Viel Lob hat es laut Döring für die Shuttlebus-Premiere gegeben. Besucher konnten auf dem Bundeswehrparkplatz in der Kernstadt parken und wurden kostenlos mit dem Bus nach Geismar gebracht. Geplant war ein 20-Minuten-Takt. Das habe auch fast immer geklappt. „Das lief gut“, resümiert Döring. Es kann aber noch besser laufen. Im kommenden Jahr sollen zu Spitzenzeiten in der Nacht, wenn die meisten Musikfans abreisen, ein dritter Bus fahren.

Apropos verbessern. Da gibt es immer etwas, erklärt Döring. Nächstes Jahr soll es mehr Toiletten und mehr Essensstände geben. Der Organisator kann sich einen eigenes „Foodcamp“ vorstellen, an dem sich die Besucher verpflegen. Auch ein kleiner Rock-am-Stück-Supermarkt ist eine Idee. Dort soll es alles geben, was das Rocker-Herz begehrt: Saft, Bier, Toilettenpapier und mehr.

90 Prozent des Programms stehen

Döring und seine Mitstreiter stecken mitten in den Planungen für 2019. Was das Musikalische angeht, ist fast alles in trockenen Tüchern. „90 Prozent des Programms stehen“, sagt Döring. So haben sich für die 11. Auflage vom 18. bis 20. Juli 2019 unter anderem Hämatom, Pyogenesis und Kryptos angekündigt.

Ein Headliner steht schon fest, darf aber noch nicht verraten werden, wie Döring erklärt. „Beim Zweiten sind wir gerade dran, die Details zu klären.“ Fest steht schon jetzt: Es werden insgesamt mehr als 30 Bands auf der Bühne stehen. Damit wird Rock am Stück wieder ein Stückchen größer.

Quelle: HNA

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