Unabhängiger Kandidat fürs Bürgermeisteramt

Röhl spricht von Konzeptlosigkeit

+
Carsten Röhl

Wolfhagen. Der unabhängige Bürgermeisterkandidat für Wolfhagen, Carsten Röhl (SPD), bezeichnet sich als „politische Ich-AG“. Im vollbesetzten Saal des Gasthauses Hornschu in Niederelsungen stellte sich Röhl, der aus Wolfhagen stammt und in Neu-Isenburg wohnt, vor.

Streitthemen

Röhl ging auf aktuelle Streitthemen der Kommunalpolitik ein. So sprach er die prekäre Haushaltslage der Stadt Wolfhagen an und redete von Konzeptlosigkeit auch in anderen Politikfeldern der Stadt. Carsten Röhl wurde auch nach seiner Meinung zum einst geplanten Asphaltmischwerk, das am Riesen bei Niederelsungen entstehen sollte, aber durch einen Bürgerentscheid verhindert wurde, gefragt.

In einer Adventsveranstaltung, so eine Äußerung aus dem Publikum, habe Bürgermeister Reinhard Schaake „diesem Projekt und den hierdurch erlittenen Verlusten bei der Gewerbesteuer hinterher getrauert“. Es habe an dieser Stelle auch Schuldzuweisungen an die Adresse von Bürgern gegeben.

In seiner Antwort kritisierte Röhl dies als „schlechten Stil“ und erinnerte daran, dass der Bürgermeister, wie auch die übrige Politik, „aus diesem Votum hätte lernen wollen“.

„Nicht jammern“

Das Ergebnis des Bürgerentscheids habe der „oberste Souverän, der mündige Bürger“ gefällt. Wenn man jetzt eben diesem Bürger Vorwürfe mache, respektiere man ihn und seine Entscheidung nicht, so Röhl: „Ein Bürgermeister habe nicht zu jammern, sondern politisch und administrativ zu führen.“

Und dies werde im kommenden Jahr anders werden, so Röhl. (awe)

Quelle: HNA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare