Roger Cicero am 30. Mai wieder auf den Teichwiesen

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Jazz statt Swing: Roger Cicero kommt mit neuem Programm am 30. Mai zurück ins Kulturzelt.

Wolfhagen. Vor drei Jahren war er schon einmal da, eroberte mit variantenreicher Stimme und elegantem Sound der 50er die Kulturzelt-Fans im Sturm. Am Donnerstag, 30. Mai, kehrt Roger Cicero auf die Teichwiesen zurück, gleichzeitig auch zu seinen musikalischen Wurzeln.

Denn der Gentleman des Swing lässt diesmal seine Bigband daheim, will sich mit englischen Jazz-Standards, Klassikern und Coversongs im außergewöhnlichen Gewand so präsentieren, wie ihn viele noch nie zuvor gehört haben.

Das Swing-Korsett mittlerweile zu eng geworden, wendet sich Cicero nun einem Spielfeld zu, das seinen stimmlichen Möglichkeiten mehr Raum bietet. „Der Erfolg kam zwar nicht schnell, wenn man meinen Lebensweg betrachtet, aber dafür ziemlich plötzlich und auch massiv“, sagt er mit Blick zurück auf seinen raketenartigen Start ins Musikbusiness.

„Ich hatte lange weder Zeit noch Kopf, irgendetwas zu verarbeiten.” 2006 war sein Debüt „Männersachen“ erschienen, bis 2009 folgten zwei weitere hochdekorierte Alben, über 300 Konzerte und ungezählte Termine. „Ich musste das alles für mich erstmal einordnen. Der Erfolg brachte Sicherheiten, die es in meinem Leben zuvor nicht gegeben hatte und die ich jetzt, als Familienvater, nicht mehr missen möchte.“ Die wichtigste Erkenntnis aber sei gewesen, dass der Erfolg ihm Dinge erlaube, von denen er vor „Männersachen“ nur habe träumen können - nämlich kompromisslos seine musikalischen Ideen zu verwirklichen.

Das tut er nun mit seinem The Roger Cicero Jazz Experience, das er auch mit nach Wolfhagen bringt. Lediglich von Schlagzeug, Bass und Piano begleitet, darf sich das Publikum auf einen charmanten Star zum Anfassen freuen - und auf ganz andere Töne. Nach einer erfolgreichen großen Hallentournee im vergangenen Jahr und den anschließenden Sommerkonzerten unter freiem Himmel rücken nun seine Fähigkeiten als ausgebildeter Jazzmusiker noch stärker in den Fokus. Der Hamburger besinnt sich gemeinsam mit seinen Musikern auf das Fundament des Repertoires bekannter Jazzgrößen - wie immer voller Leidenschaft und Spielfreude. (zhf)

Quelle: HNA

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