Romantische Klänge der Bambusflöte

Japanisches Flötenkonzert: mit Holger Mantey am Klavier und Uwe Walter mit der japanischen Bambusflöte. Foto: Eberlein

von Christl Eberlein

Wernswig. Traumhaft, romantisch und virtuos, mit diesen Versprechen lockten die Musiker Uwe Walter und Holger Mantey das Publikum in die Scheune des Alten Pfarrhauses in Wernswig. Bei ihrem Konzert am 1. Mai erfüllten sie jedes einzelne dieser Versprechen. Was sie den Zuhörern mit der japanischen Bambusflöte (Shakuhachi) und am Klavier boten, übertraf ganz sicher die Erwartungen Einiger, die gekommen waren.

Auf traditionellen japanischen Liedern basieren die Klänge, die Walter seinen Shakuhachis entlockt. Zwischen den einzelnen Stücken berichtete er in kurzen Texten von der Schönheit des Landes, von alten Bräuchen und dem kleinen japanischen Dorf, in dem er mit seiner Familie lebt. „Am frühen Morgen, wenn ich in die Berge gehe, wo der Dunst noch zwischen den Felsen hängt, bis zu dem Moment, in dem die Sonne durchbricht, das ist die Zeit, in der ich mir alles von der Seele spiele, was sich dort angesammelt hat“, sagte Walter.

Nach einigen Solostücken auf der Shakuhachi, mischte sich durch Holger Mantey am Klavier europäische Musik in die fernöstlichen Klänge. Heraus kam eine Symbiose zweier Musikrichtungen, die - so unterschiedlich sie sein mögen - harmonischer nicht sein konnte. Bei Titeln wie „Wenn der Wind nach Salz schmeckt“ oder „Morgentau“ beschränkten sich die sinnlichen Eindrücke, die die Zuhörer erfuhren nicht auf das Akustische. Beinahe konnte man das nasse Gras selbst unter den Füßen spüren, so eindringlich war das musikalische Erlebnis.

Quelle: HNA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare