Rosa Heuballen: Landwirte unterstützen Brustkrebsforschung

Blickfang: Landwirt Karl Lappe mit einem Berg Heuballen in rosa Folien.

Dörnberg. Die Heuballen von Sascha Schmidt und Karl Lappe sind ein  Blickfang. In rosa Folie eingewickelt liegen dutzende der je 450 Kilo schweren Ballen auf ihren Höfen und an den Straßen. Der Hintergrund ist ernst: Mit den bunten Folien wollen sie die Krebsforschung unterstützen.

Hatte die Idee: Landwirt Sascha Schmidt stieß im Internet durch Zufall auf die rosa Folien – und war sofort begeistert. Mit dem Kauf unterstützt er die Brustkrebs-Forschung. Fotos:  Renner

„Viele Leute halten an und fragen, was es mit der rosa Folie auf sich hat“, sagt Sascha Schmidt. Oft würden auch im Vorbeifahren Fotos gemacht. Über das Interesse freut sich der Landwirt, denn damit ist das wichtigste Ziel schon erreicht: Aufmerksamkeit erzeugen. In der Vergangenheit sind es meist rosa Schleifen gewesen, die auf Brustkrebs aufmerksam machen sollen, nun gibt es erstmals in Deutschland rosa Folie für Heuballen.

Die Organisation Pink Ribbon setzt sich weltweit für die Aufklärung zum Thema Brustkrebs ein. Und diese Organisation profitiert auch von einem Teil des Geldes, das Sascha Schmidt und sein Kollege Karl Lappe für die Rollen ausgegeben haben. Eine Palette mit insgesamt 15 Rollen Folie haben die Dörnberger gekauft. Mit einer Rolle können etwa 35 Heuballen gewickelt werden, sagt Schmidt. Und pro Rolle gehen drei Euro an Pink Ribbon und damit in die Forschung.

„Für eine gute Sache“ 

Durch Zufall ist Schmidt im Internet vor kurzem auf die rosa Folie gestoßen. Sofort war er begeistert. In der Familie gab es bereits Brustkrebs, erzählt er. „Deshalb wollte ich das gern unterstützen“, sagt der Landwirt. Karl Lappe, mit dem er oft zusammen arbeitet, war ebenfalls sofort einverstanden. Zu kaufen gibt es die besondere Folie nur über den Handel, erklärt er. Bei Rörig-Hartig in Wolfhagen hat Sascha Schmidt die Palette schließlich bestellt.

„Die Farbe ist nur in den ersten zwei Tagen gewöhnungsbedürftig“, sagt Karl Lappe und lacht. Für ihn war schnell klar: „Ich mache mit. Es ist schließlich für eine gute Sache.“ Nun stehen sie gemeinsam an der Wickelmaschine auf dem Hof von Sascha Schmidt und pressen die gut 450 Kilo schweren Ballen in die poppig-bunte Folie.

Beide würden sich freuen, wenn auch andere Landwirte aus der Region mitmachen und rosa Folie nutzen würden. Groß würden die Mehrkosten nicht sein, sagt Sascha Schmidt. „Und wenn man damit helfen kann, zahlt man das doch gerne.“

Quelle: HNA

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