166 Stunden für neues Einsatz-Fahrzeug

Feuerwehrleute aus Zierenberg: Den roten Bus selbst fit gemacht

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Schlüsselübergabe für den neuen Bus (von links): Wehrführer Karsten Feuring, Herbert Müller (Brandschutztechnik Müller), Jugendfeuerwehrwartin Andrea Strube und Frank Dittmar.

Zierenberg. Satte 14.298,96 Euro hat der Spendenaufruf der Zierenberger Feuerwehr eingebracht, den sie vor einigen Monaten gestartet hatte, um einen neuen Mannschaftsbus für die Jugendfeuerwehr anschaffen zu können.

Das alte Fahrzeug hatte ausgedient, nach 34 Jahren Dauereinsatz beim Bundesgrenzschutz und der Zierenberger Wehr. 5000 Euro hat der Verkauf des Mercedes-Geländewagens dennoch eingebracht, ein weiterer wichtiger Posten hin zum neuen Bus für die Nachwuchsblauröcke.

10.000 Euro aus der Vereinskasse machten die Summe komplett, die es brauchte, um den Ford Transit kaufen zu können. „Nach der Lieferung im September ging die Arbeit allerdings erst richtig los“, sagt Vorsitzender Frank Dittmar. „Der Bus war zwar rot und hatte auch ein Lenkrad und Sitze, viel mehr aber auch nicht.“ Zahlreiche Kameraden hätten in Eigenleistung und mit Unterstützung der benachbarten Firma Brandschutztechnik Müller die kompletten Arbeiten übernommen, um den Wagen fit zu machen für die Ansprüche der Feuerwehr. In 166 Stunden seien Antennen und Signallichtern angebracht, der Fahrerraum verkleidet, jede Menge Kabel verlegt und vieles mehr gewerkelt worden. Ein Kraftakt, der sich gelohnt hat, denn so konnte die Zierenberger Wehr einen riesigen Batzen Geld sparen, insgesamt kostete der neue Bus knapp 30 000 Euro.

Pünktlich zum Tag der offenen Tür am Sonntag war er komplett fertig und somit strahlender Mittelpunkt der Feier in und rund um den Zierenberger Stützpunkt.

Die Freude bei der Jugendfeuerwehr war natürlich besonders groß, bei einigen Mitgliedern gleich aus doppeltem Grund. Für Nathalie Dittmar, Florian Kirchner, Kalle Stiegenroth, Niklas Schnitzer und Wolfgang Düchtel nämlich gab es zudem die Jugendflamme II, das Abzeichen des Ausbildungsnachweises dürfen sie künftig auf der linken Brusttasche ihres Übungsanzuges tragen. Dass sie ihr Handwerk verstehen, demonstrierten sie mit ihren Kameraden sodann während einer Übung, bei der sie in Windeseile die Wasserversorgung an einer Einsatzstelle sicherstellten.

Quelle: HNA

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