Rotes FC-Bayern-Haus in Guxhagen lockt Schaulustige 

Guxhagen. Seiner Leidenschaft für den FC Bayern München verlieh der 35-jährige Personalreferent Bernhard Freitag Ausdruck, indem er die Fassade seines Hauses in der Dörnhagener Straße 33 in Guxhagen an der Vorder- und Seitenfront rot streichen ließ.

Bernhard Freitag ist ein Individualist, einer, der seine Hobbys lebt. Ein bisschen verrückt, gleichzeitig aber ziemlich bodenständig, wie er sagt. Wenn er auf seinem Balkon, der auf drei Meter hohen Säulen im Stile der Südstaaten steht, grillt oder eine Meisterfeier ausrichtet, sorgt eine FC Bayern-Lampe auf dem "Meisterbalkon" für Licht.

Mitglied im Verein FC Bayern sei er schon ewig, erzählt Bernhard Freitag, dessen Haus täglich von Interessierten angesteuert wird, die ihre Kameras zücken und das Haus fotografieren. Seit 15 Jahren habe er eine Dauerkarte, "in der Südkurve, Stehplatz".

Natürlich erinnert er sich an das erste Spiel, das er live miterlebte: "Das war der DFB-Pokal, das Pokalfinale 1986 in Berlin. Bayern gegen Stuttgart, 5:2", sagt er. Damals sind wir noch mit dem Zug durch die damalige DDR gefahren, das war ein Highlight, da war ich sieben Jahre alt, erinnert er sich.

Früher habe er selbst gespielt, aber nur bis zur C-Jugend, berichtet Bernhard Freitag, dessen Mutter, Onkel und Cousins allesamt fußballverrückt sind, allen voran der 2005 verstorbene Vater. Wie einst sein Vater auch, mag er das bayerische Lebensgefühl, die Biergartenkultur und München, "eine superschöne Stadt".

"Seit ich denken, laufen, fühlen, schmecken kann, trage ich ein rotes Trikot", lacht Bernhard Freitag, dessen langjährige Lebensgefährtin Karin zufällig mit Nachnamen auch Freitag heißt und natürlich seine Leidenschaft teilt.

"Man kann hier nicht anders", lacht sie. Natürlich haben sich die beiden bei einem Fußballspiel kennen gelernt. "Beim ersten Flutlichtspiel im Auestadion in Kassel am 2. Mai 2008, KSV Hessen gegen Bayern Amateure", sagt Bernhard Freitag aus dem Stegreif.

"Wenn das nicht mit einem Fußballspiel verbunden wäre, wüsste er das Datum nicht", witzelt seine Lebensgefährtin Karin.

Bernhard Freitags erstes Hobby war das Motorradfahren, seit dem 20. Lebensjahr fährt er Harley. Später kamen amerikanische Autos dazu. So wurde er ein Fan von den USA und den Südstaaten, spielte American Football, später begeisterte er sich für Tattoos. "Die Liebe zum FC Bayern ist geblieben", betonte er. Und klar, ein FC Bayern-Tattoo hat er sich selbstverständlich auch stechen lassen.

Bilder vom roten Haus

Das rote FC-Bayern-Haus in Guxhagen

"Man nimmt den Mann, kriegt die Familie und bekommt den Verein dazu", beschreibt Karin Freitag, Mitarbeiterin des Landeskirchenamts in Kassel, das Freitag sche System lachend.

Von Alexandra Lache-Elsen

Quelle: HNA

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