Rotkäppchen-Karte soll mehr Gäste locken

Sie befürworten die neue Gästekarte im Rotkäppchenland: Ute Schulte, Regionalmanagement Nordhessen, Dr. Gerald Näser, (Vorsitzender Rotkäppchenland), Janina Weineck (Grimm-Heimat) und Christiane Traue ( Hotel Sonneck) und Heidrun Englisch (Geschäftsführerin Rotkäppchenland). Foto: Thiery

Rengshausen. Sie soll den Tourismus in der Region attraktiver machen: Mit der neuen Rotkäppchen-Karte haben Gäste in der Region freien Eintritt zu 100 Ausflugszielen und kommen dazu noch kostenlos mit Bus oder Bahn dorthin.

Die Karte ist eine Kooperation der Touristischen Arbeitsgemeinschaft Rotkäppchenland und der Grimm-Heimat Nordhessen. Gastronomische Betriebe, die Mitglied in der Arbeitsgemeinschaft sind, können sie ihren Gästen anbieten. Der Name der Karte lautet „Meine Card Plus“.

Sie wurde von der Grimm-Heimat bereits 2013 in Kassel und am Edersee eingeführt. „Dadurch konnten wir neue Gästegruppen erreichen“, sagte Ute Schulte vom Regionalmanagement Nordhessen. Von Anfang an mit dabei war das Hotel Sonneck in Rengshausen.

Christiane Traue war von dem Angebot überzeugt und bekam eine Blankokarte für ihre Gäste. Daher schloss sie mit der Grimm-Heimat einen Vertrag ab. „Die Informationen kommen online, das Hotel druckt die Karte dem Gast s aus und der kann die kostenlosen Angebote nutzen“, erklärte Janina Weineck (Grimm-Heimat).

130 Gastgeber und 100 Freizeiteinrichtungen beteiligen sich zurzeit, darunter der viele Anbieter am Edersee, die Kasseler Museen, einige Thermen und das Museum Wortreich in Hersfeld. Diese Ziele seien für die Gäste attraktiv, sagte Traue. „Familien nehmen das sehr gern in Anspruch“, sagt Traue. Die Karte helfe dem Hotel, als Spezialist für Tagungen, auch an den Wochenenden die Zimmer zu belegen. Die Auslastung sei dadurch um etwa zwei Prozent gestiegen.

Der Urlauber zahlt nichts für die Karte: Er hat bereits den Nutzen, wenn er ein Hotel bucht, das daran teilnimmt. Der Hotelier zahlt an die Grimm-Heimat pro Übernachtung und Gast einen Beitrag von 3,90 Euro (3,40 Euro für Kinder). „Davon werden Werbemittel wie Kataloge, die Internetseite und die Einrichtungen bezahlt, die mitmachen. Sie bekommen bis zu 50 Prozent der Kosten wieder erstattet, den sie durch den Verlust der Eintrittspreise haben“, sagte Heidrun Englisch, Geschäftsführerin des Rotkäppchenlandes.

Der kostenlose Eintritt ermögliche es den Familien, sich mehr zu leisten, sie könnten damit mehr Geld anderweitig ausgeben, sagte Dr. Gerald Näser, Vorsitzender der TAG Rotkäppchenland.

Die Karte sei theoretisch 250 Euro pro Tag wert. Auch Eigentümer von Ferienwohnungen könnten sich beteiligen, sagte Ute Schulte. Karin Rabe, die eine Ferienwohnung am Edersee besitzt, habe den Umsatz nach zwei Jahren Kartennutzung im zweistelligen Prozentbereich steigern können.

Weitere Informationen gibt es hier.

Quelle: HNA

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