Erste Wolfhager Reiterspiele für Jung und Alt rund um die Rasenmühle

Hoch zu Ross zur Großmutter: Rotkäppchen Eva Maria Zarrath auf ihrem Pferd Joreen bei den Wolfhager Reiterspielen.

Wolfhagen. In Märchenkostümen galoppierten die Teilnehmer der Wolfhager Reiterspiele auf. So hatten es der Freizeitreiterstammtisch Wolfhagen und der Reitverein DHC Naumburg beschlossen. Sie veranstalten zum ersten Mal gemeinsam die Reiterspiele im Märchenland der Brüder Grimm.

85 Starter hatten sich auf dem Gelände des Restaurants Rasenmühle eingefunden. Und eine der Aufgaben war, ein Märchen nach eigener Wahl aufzuführen. Wobei die Bewertung nicht durch eine Jury erfolgte, sondern die Zuschauer stimmten über Sieg und Platz ab.

Eva Maria Zarrath, Lisa Eck und Lea Hüppe beispielsweise hatten sich für das Grimmsche Märchen vom Rotkäppchen entschieden, die weiteren Hauptdarsteller waren der Schäferhund Lasse als Wolf sowie das Reitpferd Joreen, auf dem Rotkäppchen zum regelmäßigen Besuch ihrer im Wald wohnenden Großmutter ritt.

Aber auch andere Aufgaben und Prüfungen mussten die Freizeitreiter absolvieren. Freizeitreiter haben überwiegend kein großes Interesse am üblichen Turniersport, wollen sich aber trotzdem mit Gleichgesinnten spielerisch messen. Das war auch Sinn der Reiterspiele. „Diese Spiele“, so Melanie Kronier, „beinhalten Elemente des Westernreitens ebenso wie Ballspiele, Wettrennen, Geschichtlichkeits- und Geländeaufgaben.“

Bei Reiterspielen wird nicht nur Gehorsam, Unterordnung und Gymnastik des Pferdes verlangt, sondern auch ein Mitdenken des Reiters, um im Einklang mit dem vierbeinigen Freund die gestellten Aufgaben bewältigen zu können. Kronier: „Auf keinen Fall verderben Reiterspiele Pferde für den großen Turniersport, wie viele Reiter aus Unwissenheit behaupten.“

Im Gegenteil, solche Aufgaben förderten das Vertrauen zwischen Mensch und Tier und bereiten auf weitere große Aufgaben vor. Dazu können durchaus auch Dressur, Springen oder Vielseitigkeit gehören. Zum Abschluss der Wolfhager Reiterspiele gab es noch ein „Blaues Wunder“, eine mit mächtigen schwarzen Friesenpferden gerittene Ostsee-Quadrille. (zih)

Quelle: HNA

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