Verein Universi Villani Weißenborn plant Besucherattraktion auf Zieglers Kuppe

Rotkäppchens Leuchtturm

Beim Ortstermin: Die Vereinsmitglieder trafen sich mit Landrat Frank-Martin Neupärtl und weiteren Gästen im Anschluss an die Präsentation auf Zieglers Kuppe (im Hintergrund). Foto: Rose

Weissenborn. In den Dornröschenschlaf zurück gefallen ist Weißenborn nach der Dorferneuerung und der 700-Jahr-Feier im Jahr 2009 nicht: Darüber waren sich am Donnerstag nicht nur Elke Kochler, Markus Pollok und Wilfried Lippert vom Verein Universi Villani sicher, sondern auch die Gäste. Treffpunkt für Landrat Frank-Martin Neupärtl, Mitarbeiter der Kreisverwaltung, die Bürgermeister der umliegenden Gemeinden, Heidrun Englisch vom Rotkäppchenland sowie einige Weißenborner war die Kalkbergschänke. Dort stellte der Verein ein ehrgeiziges Projekt vor. Die Idee: Auf Zieglers Kuppe zwischen Weißenborn und Hausen soll ein zwölf Meter hoher Aussichtsturm entstehen.

In einer Präsentation wurde das Projekt lebhaft vorgestellt und im Anschluss diskutiert. „Damit wollen wir der Dorferneuerung die Rotkäppchenkrone aufsetzen“, erläuterte Kochler. Wenn es nach den Weißenbörnern geht, dann soll das Rotkäppchen nicht nur Namensgeberin sein. Die Plattform soll eine rote Betzel zieren.

Dazu präsentierte der Verein erste Entwürfe: „Wir haben uns umgeschaut und einen Turm bei Bremen und in der Gemeinde Wildetaube in Thüringen entdeckt, der unseren Vorstellungen entspricht“, erklärte Lippert.

Auch die Grundstücksfrage konnte der Verein bereits klären. Das Gelände, das der Familie Dörnberg gehört, würde für das Projekt zur Verfügung gestellt werden. Voraussetzung ist, dass der Weg zum Turm ausschließlich für Fußgänger konzipiert wird. Die Vereinsmitglieder sind sicher: „Der Turm wäre eine Attraktion im Rotkäppchenland und soll Wanderern und Radfahrern als Ausflugsziel dienen.“

Im Anschluss an die Präsentation ging es um die Frage der Finanzierung. Landrat Neupärtl sagte: „Ihr Turm könnte ein Leuchtturm werden.“ Er machte aber auch klar: „Ein Säckel, das wir aufmachen können, hat der Kreis nicht.“ Antragsteller für den Bau könne ausschließlich die Gemeinde sein, nicht der Verein.

„Aber wir können Sie beraten, wo es Töpfe für ihr Projekt gibt“, erklärte Neupärtl. Eventuell käme das Leader-Programm in Frage. Möglich sei eine Förderung bis zu 50 Prozent. Auch Stiftungen könnten finanziell helfen.

Gemeinde steht dahinter

Positiv kam das Projekt auch bei Gerd Breul von der Hochbauverwaltung an. Er lobte die hervorragende Vorarbeit des Vereins. Neupärtl empfahl: „Alle Partner sollten an einen Tisch, damit so schnell wie möglich die Voraussetzungen geschaffen werden können.“ Ottraus Bürgermeister Norbert Miltz versprach: „Wir stehen voll hinter dem Projekt und unterstützen es nach Kräften. Die Gremien werden sich unmittelbar damit beschäftigen.“

Positive Signale gab es auch vom Bürgermeisterkollegen aus Neukirchen sowie der angrenzenden Gemeinde Oberaula.

Abschluss war ein Ortstermin auf Zieglers Kuppe: Dort schwebte symbolisch ein roter, Helium gefüllter Ballon über den Baumwipfeln. Gemeinsam mit Gästeführer Kurt Dülsner und den Brüdern Grimm – dargestellt von Lukas Lippert und Stefan Lotz – stießen Gäste und Planer auf das Projekt an.

Von Sandra Rose

Quelle: HNA

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