Rouven Hökel aus Schwalmstadt trainierte in Rumänien junge Friseure

Rouven Hökel bei der Arbeit mit den jungen Frisören.

Schwalmstadt. Der Treysaer Friseur Rouven Hökel war mit sechs weiteren Stylisten aus Deutschland, der Schweiz, Holland, Frankreich und Australien für zwei Wochen im rumänischen Focsani, um dort benachteiligten Jugendlichen Kenntnisse und Leidenschaft für den Friseurberuf zu vermitteln.

Hökel war auf Initiative des sogenannten Making-Waves-Programms von Wella und Unicef nach Rumänien zur Eröffnung eines Friseur-Trainingscenters gereist.

"Die Jugendlichen haben in kurzer Zeit sehr viel gelernt und sie waren so dankbar für alles", sagte Rouven Hökel beim Blick zurück auf sein Engagement als Mentor für die angehenden rumänischen Friseure. "Es ging aber nicht nur um die Weitergabe von Wissen, sondern um Hilfe zur Selbsthilfe. Die Jugendlichen sollten sagen können: ich kann was", erinnert sich Rouven Höker an seine Zeit in Focsani.

Und so durften die zwanzig jungen Menschen nach einem intensiven Theorieteil ganz viel selbst ausprobieren: schneiden, färben, stylen unter realistischen Bedingungen. Die Ausstattung des Trainingscenters wurde mit Hilfe von Spenden realisiert. Vier Wochen lang hatten sich hierzu Menschen auf Facebook, Twitter und auf der Internetseite des Darmstädter Haarpflegunternehmens mit "Gefällt mir"-Bekundungen oder Kommentaren beteiligt, die jeweils einen Euro wert waren. 10 000 Euro waren so zusammen gekommen

Die Zeit in Rumänien war für Hökel prägend. "Das war schon sehr emotional, für beide Seiten." So seien während des Trainings immer wieder Tränen geflossen: mal aus Frust, mal aus Freude über die erste eigene Schere. Ein weiterer unvergesslicher Moment war der Besuch in den oft sehr ärmlichen Behausungen der Jugendlichen, die teilweise ohne Strom und sauberes Wasser leben. Mentoren und Jugendliche seien sich hier sehr nah gekommen.

Seit 2011 läuft das Förderprogramm des Haarpflegeunternehmens und des Kinderhilfswerks der Vereinten Nationen. Entstanden sind hieraus Trainingscenter in den brasilianischen Orten Belem (2011) und Recife (2012). Gleich zwei Center konnten in diesem Jahr eröffnet werden: in Rio de Janeiro und erstmals in Rumänien.

Rouven Hökel hat via Facebook noch immer Kontakt zu seinen Jugendlichen. So hat er erfahren, dass einige von ihnen inzwischen sogar eine Anstellung in einem Friseursalon gefunden haben. (syg)

Quelle: HNA

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