Neukirchen und die Zweite Kompanie des Jägerregiments pflegen nun seit 40 Jahren ihre Patenschaft

Rückhalt der Stadt besteht weiter

Erinnerungsstück: Es entstand vor zehn Jahren zum 30-jährigen Bestehen der Patenschaft. Nun stehen für Hauptmann Lennard Schmidt (links) und Bürgermeister Klemens Olbrich die Feierlichkeiten für 40 Jahre an. Foto:  Rose

Neukirchen. Wenn Klemens Olbrich montags gegen 17 Uhr im nahegelegenen Supermarkt sein Leergut abgeben will, muss er oft warten. „Denn dann kommen viele Soldaten und decken sich für die Woche ein“, erzählt er. Ganz selbstverständlich gehören die Soldaten zum Stadtbild Neukirchens.

Seit 40 Jahren pflegen Bundeswehr und Stadt eine Patenschaft. 1974 wurde die erste Patenschaft des Standortes Schwarzenborn geschlossen. Federführend waren damals Bürgermeister Walper und Hauptmann Wermke, Kompaniechef der Ausbildungskompanie 1/5, einem Vorläufer der Zweiten Kompanie.

„Ende August wollen wir die Verbindung bekräftigen und erneuern“, erklärt der Kompaniechef der Zweiten Kompanie Hauptmann Lennard Schmidt. Das Jubiläum werde man für alle Neukirchener erlebbar machen: Geplant ist neben einem Festkommers am Samstag eine Präsentation von Ausrüstung und Material am Sonntag.

Generalmajor spricht

Hauptredner wird Generalmajor Josef Blotz, Chief Operations Division im Nato-Hauptquartier in Brüssel, sein. Blotz war in den 1980er-Jahren Kompaniechef in Schwarzenborn und wird aus dieser Zeit berichten. Die Fahrzeug- und Geräteschau ist Teil des Marktbrunnenfestes und wird auf dem Rewe-Parkplatz aufgebaut.

„Zu sehen sind unter anderem die gepanzerten Radfahrzeuge Dingo und Boxer. Das Mitfahren wird möglich sein“, erläutert Schmidt. Im Karriere-Truck können sich Gäste über die Bundeswehr als Arbeitgeber informieren.

Zudem zeigen Soldaten der Zweiten Kompanie in einer Modenschau Anzüge und Ausrüstung der vergangenen 40 Jahre. Sowohl die zivile als auch die militärische Seite hätten sich stets bemüht, die Patenschaft lebendig zu halten, verdeutlichen Olbrich und Schmidt. „Waren die Soldaten in Auslandseinsätzen eingebunden, wurden regelmäßig Päckchen aus Neukirchen geschickt“, sagt der Rathauschef.

Die Soldaten unterstützen die Stadt etwa regelmäßig beim Seniorennachmittag der Pfingstkirmes. Gute Kontakte gebe es auch zur Burschenschaft, der Feuerwehr –deren Mitglieder den Truppenübungsplatz zum Training nutzen – und den städtischen Kindergärten. Gegenseitig stelle man sich Liegenschaften zur Verfügung, lade sich zu Festen und Veranstaltungen ein.

„In Vorträgen werden die Neukirchener über Auslandseinsätze wie denen im Kosovo und Afghanistan informiert“, erklärt Olbrich. Mit Neukirchen ging der Standort die erste Patenschaft ein, 1978 folgte eine Verbindung mit Schwarzenborn. Ebenfalls immer präsent sind die Soldaten zum Volkstrauertag, wo sie vor dem Rathaus Eintopf verkaufen und Spenden sammeln.

„Wir werden von den Neukirchenern immer wieder angesprochen. Der Rückhalt der Bevölkerung ist für uns unmittelbar spürbar“, sagt Lennard Schmidt.

Von Sandra Rose

Quelle: HNA

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