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Rücktrittsforderungen: Frankfurter OB kündigt Statement an

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Oberbürgermeister Peter Feldmann bei Eintracht-Siegesfeier
Der Frankfurter Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) hält im Kaisersaal neben dem Pokal eine Rede. © Sebastian Gollnow/dpa-Pool/dpa/Archiv

Nach dem jüngsten umstrittenen Verhalten des angeklagten Frankfurter Oberbürgermeisters Peter Feldmann hat dieser nun für Mittwoch ein Statement angekündigt. Der SPD-Politiker werde sich am Vormittag (11.30 Uhr) im Römer vor der Presse äußern, hieß es am Dienstag. Der 63-Jährige ist im Zusammenhang mit der Awo-Affäre wegen Korruptionsverdachts angeklagt und war zudem in den letzten Tagen durch weitere Ausrutscher ausgefallen.

Frankfurt/Main - Am Montag hatte sogar seine eigene Partei, die SPD, Feldmann aufgefordert sein Amt niederzulegen. Zuvor hatten sich bereits Grüne, CDU, FDP und Volt für einen Rücktritt ausgesprochen. „Sollte auch dieser Appell verhallen, werden wir gemeinsam mit den Koalitionsparteien die weiteren Schritte bis hin zu einem Abwahlverfahren erörtern“, hieß es etwa bei den Grünen.

Am Wochenende war ein Video im Netz aufgetaucht, in dem Feldmann auf dem Flug zum Eintracht-Finale nach Sevilla von Flugbegleiterinnen spricht, „die mich hormonell am Anfang erst mal außer Gefecht gesetzt haben“.

Am vergangenen Donnerstag hatte das Stadtoberhaupt zudem auf der Pokalfeier im Römer für Irritationen gesorgt. Dort nahm er zunächst Eintracht-Kapitän Sebastian Rode und Trainer Oliver Glasner den Pokal aus der Hand, um damit in Richtung Kaisersaal vorwegzuschreiten. Bei seiner Rede sprach der OB, der sich selbst als Eintracht-Fan bezeichnet, dann mehrere Namen der Spieler falsch aus. Feldmann selbst bedauerte sein Auftreten bei der Party und auch für seinen Spruch im Flieger entschuldigte er sich später.

Im März hatte die Frankfurter Staatsanwaltschaft Anklage wegen eines hinreichenden Tatverdachts der Vorteilsannahme erhoben. Feldmanns Frau soll als Leiterin einer Awo-Kita „ohne sachlichen Grund“ ein übertarifliches Gehalt bezogen haben, wie es hieß. Zudem habe die Arbeiterwohlfahrt (Awo) Feldmann im Wahlkampf 2018 durch Einwerbung von Spenden unterstützt. Im Gegenzug habe er die Interessen der Awo Frankfurt „wohlwollend berücksichtigen“ wollen. dpa

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