Nicht nur die Winterreifen müssen jetzt drauf – auch Batterietest ist wichtig

Auto für erste Flocken rüsten

Die Profiltiefe ist entscheidend: Moritz Groth checkt die Winterreifen auf Griffigkeit. Foto: Hoffmann

Wolfhager Land. Spätestens wenn die Temperaturen in den Keller fallen, dann ist klar: Der Winter steht vor der Tür. Schnee, Matsch und Frost lassen kaum mehr lange auf sich warten und die Zeit ist gekommen, in der Autofahrer langsam vorsorgen sollten, um gerüstet zu sein für die ersten Flocken.

Und da ist es wieder, das alljährliche Winterreifenspiel: Sind die eingelagerten Reifen noch brauchbar? Wann ist der richtige Zeitpunkt zum Aufziehen? Fragen, die man sich am besten vom Experten beantworten lässt, denn nicht alle weitläufig verbreiteten Tipps sind zu hundert Prozent empfehlenswert.

Das fängt schon an bei der Faustregel „Von O bis O“ an. Von Oktober bis Ostern mit Winterreifen zu fahren, das hält Moritz Groth vom Kfz-Meisterbetrieb Pfeiffer in Zierenberg für bedenklich: „Hält man sich kosequent an diese Regel, auch wenn die Temperaturen noch nicht am Nullpunkt angelangt sind, so kann es schnell passieren, dass man alle drei Jahre neue Reifen benötigt.“

Den 1. Oktober hält er als Stichtag allenfalls für sinnvoll, um sich frühzeitig Gedanken über einen Reifenwechsel zu machen.

In der Zierenberger Werkstatt sei zwar schon jetzt anhand der Anfragen eine Zunahme zu spüren, am Höhepunkt sei man aber längst noch nicht angekommen. „Den haben wir erreicht, wenn wir nichts anderes mehr machen, als Reifen zu wechseln“, so Groth. Damit rechnet er aber erst Anfang November und dann geht es im Minutentakt, etwa 15 bis 20 Minuten rechnen er und seine Kollegen für ein Auto.

Auch Glühlampen checken

Um sicher durch den Winter zu kommen, empfiehlt er Auofahrern, die Winterreifen auf jeden Fall vom Experten unter die Lupe nehmen zu lassen, um nicht später böse Überraschungen erleben zu müssen. „Die Reifen sollten nicht älter als sechs Jahre sein, können ansonsten schnell aushärten und greifen nicht mehr richtig“, so Groth. Auch die Profiltiefe sei entscheidend, 1,6 Millimeter seien Vorschrift, alles unter vier Millimetern hält er für grenzwertig.

Doch mit den Reifen allein ist es nicht getan, denn in der dunklen Jahreszeit ist auch der richtige Durchblick wichtig. Ein frostsicheres Reinigungsmittel für die Scheibenwischanlage ist somit für den pflichtbewussten Autofahrer ein Muss.

Gut sehen ist wichtig, das Gesehenwerden aber auch. Beim Reifenwechsel sollte ein Check aller Glühlampen also nicht vernachlässigt werden. Batterietest und Frostschutzmittel fürs Kühlwasser machen den Wintercheck fürs Auto perfekt, nicht zu vergessen das kleine Winterhandgepäck vom Eiskratzer bis zum Türschlossenteiser.

ADAC rät zum Preisvergleich

Wer vor dem anstehenden Reifenwechsel die Preise bei verschiedenen Werkstätten vergleicht, kann eine Menge Geld sparen. Laut einer aktuellen ADAC-Stichprobe bei 50 Betrieben kostet der einfache Wechsel von vier Sommer- auf Winterreifen zwischen zwölf und 42 Euro. Große Preisunterschiede ermittelten die ADAC-Experten vor allem zwischen den teureren Vertragswerkstätten und dem günstigeren freien Reifenhandel sowie zwischen Großstädten und ländlichen Regionen. Der ADAC rät, bereits jetzt den Reifenwechsel zu planen und dabei gezielt die Preise zu vergleichen. Erfahrungsgemäß ist nach dem ersten Frost oder Schneefall mit einem großen Ansturm und langen Wartezeiten bei Werkstätten und Händlern zu rechnen. (zhf)

Quelle: HNA

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