Kreisfeuerwehrverband Ziegenhain traf sich zu seiner Verbandsversammlung

Rufnamen verwirren noch

Geehrte mit dem Vorstand: (von links) Heiko Feisel, stellv. Kreisbrandinspektor Robert Pfalzgraf, Stefan Thiel, Kreisbrandinspektor Werner Bähr, Stefan Zeiss, Alexander Kurz und Oberaulas Bürgermeister Klaus Wagner. Foto: nh

Olberode. Zur Verbandsversammlung ist der Kreisfeuerwehrverband Ziegenhain jüngst in Olberode zusammengekommen. Mit dabei waren Vertreter aller 70 Feuerwehren des Verbandsbereiches, berichtet Kreisbrandinspektor Robert Pfalzgraf.

Der Verbandsvorsitzende sprach in seinem Bericht Themen an wie die aktuellen Regelungen zum Feuerwehrführerschein, die neue Anerkennungsprämie (siehe Extraartikel) und die Beseitigung von Ölspuren.

Derartige Einsätze beschäftigten die Wehren im Kreisfeuerwehrverband Ziegenhain immer mehr, erklärte Pfalzgraf. Da die Straßenmeisterei-en für Straßenverunreinigungen nach Dienstschluss nicht mehr erreichbar seien, müssten die Feuerwehren vermehrt zur Beseitigung von Ölspuren ausrücken. Die Vorge-hensweise bei Einsätzen dieser Art solle in Kürze bei einer Besprechung mit den Straßenverkehrsbehörden, der Polizei und den Verantwortlichen der Feuerwehr besprochen werden.

Früher über Notfallhandy

Früher hätte man die Straßenmeistereien über ein Notfallhandy auch nach Feierabend anfordern können, erinnerte der Verbandsvorsitzende. Bei Straßenverunreinigungen sei grundsätzlich immer der Straßenbaulastträger in der Pflicht, und nur in Ortsdurchfahrten die Gemeinde – in deren Auftrag die Polizei tätig werde. Da die Polizei aber bei Ölspuren, bei denen Gefahr im Verzug sei, nicht sofort handeln könnten, weil die notwendigen Mittel zur Beseitigung fehlen, würden die Wehren alarmiert. Die Feuerwehren beseitigten dann die unmittelbare Gefahr, etwa durch Abstreuen der Spuren.

Besprochen wurden bei der Versammlung in Olberode auch erste Erfahrungen mit der neuen Rufnamenstruktur.

„Nicht mehr Florian Olberode 48, sondern jetzt Florian Oberaula 4-48, in dieser Formation sicherlich kein Problem“, erklärte Pfalzgraf ein Beispiel für einen neuen Rufnamen.

Aber in Frielendorf mit 16 Ortsteilen oder Schwalmstadt mit 13 Stadtteilen und teilweise mehreren Fahrzeugen pro Feuerwehr, könne die Übersicht schon mal verloren gehen. Oder wenn aus „Rotkreuz Schwalmstadt 90/82“ dann „Rotkreuz Schwalm-Eder 22/82/1“ werde – dann könne auch Verwirrung eintreten. Ein Überblick für überörtliche Einsatz- und Führungskräfte wer alarmiert wurde beziehungsweise wer am Einsatzort eingetroffen ist, sei fast nicht mehr möglich. Selbst die spätere Analyse eines Einsatzberichtes ohne Vergleichsliste sei aussichtslos.

Bei 454 Feuerwehrfahrzeugen, 37 Rettungsdienst- und 47 Katastrophenschutz-Fahrzeugen sowie 26 funktionsbezogenen Rufnamen im Schwalm-Eder-Kreis sei die Aussicht, dass die jemals ein Kreisbrandinspektor auswendig kenne, eher gering. (jkö) WEITERE ARTIKEL

Quelle: HNA

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