Au-Pair-Mädchen Jelena Nink erlebte Thanksgiving

Jelena in der Hauptstadt der USA: Washington D. C. hat viel zu bieten, unter anderem das Washington Monument. Fotos: privat/nh

Elbenberg/New York/Washington D.C./Boston. Endlich war wieder zumindest in Westfield Normalität eingekehrt. Nach dem Erlebnis mit dem Hurricane konnte ich mich nun auf die kommenden Monate freuen, denn ab November startet die besinnlichste Zeit in Amerika.

Den Anfang macht am 22. November Thanksgiving, das familiär wichtigste Fest der Amerikaner. Früh morgens schon nahm ich den Zug nach New York, um mir dort die berühmte Macy’s Parade anzusehen. Es war genial. Neben riesigen Ballons bekamen wir Stars wie Flo Rida und Woopie Goldberg zu sehen.

Meine Familie fuhr jedoch über diese Zeit zu Verwandten. Durch Zufall lud mich die Klavierlehrerin meines Gastjungen zu sich nach Hause ein und ich durfte ein sehr fröhliches und traditionelles Fest genießen. Gestopfter Truthahn, den ich als Vegetarier natürlich nicht gegessen habe, Cranberrygelee und deutschen Streuselkuchen à la Mama von mir machten den Abend rund. Ich genoss den kulturellen Austausch.

Was dann aber in der Nacht nach Thanksgiving startet, ist nur für „echte“ Shopper etwas - Black Friday! An Black Friday reduzieren so ziemlich alle Geschäfte ihre Waren und man macht die besten Schnäppchen des Jahres. Natürlich konnten wir Au-Pair- Mädels uns das nicht entgehen lassen. Punkt 11.15 Uhr am Donnerstagabend trafen wir uns - in schicken Pyjamas - und fuhren zur ersten Mall. Mitternacht - los ging’s“ Wie verrückt liefen die Leute in die Läden, warfen sich Klamotten über den Arm und spurteten zur Kasse. Teilweise musste man schon vor den Läden Schlange stehen.

Noch vor Thanksgiving trat ich mal wieder eine Reise an. Mit Freunden machte ich einen Kurztrip in die Hauptstadt der USA - Washington D.C.! Die Stadt ist so gar nicht mit New York zu vergleichen, alles ist sehr flach. Das Besondere: Dort reiht sich Monument an Monument und man ständig anhalten, um ein tolles Foto zu schießen. Wir hatten super Wetter, eine tolle Kulisse, aber Barack Obama war in Asien. Was soll’s, dachten wir uns, dann schießen wir eben ein Foto mit Abraham Lincoln. Das beeindruckende Memorial des ehemaligen Präsidenten war mein Favorit. Auch das Washington Monument und das Weiße Haus haben mich beeindruckt.

Anfang Dezember traten wir dann endlich den geplanten College Trip nach Boston an - eine wunderschöne Stadt. Dort wurde Geschichte geschrieben, dort fand das heutige Amerika seinen Ursprung. Alte Bauten und schnuckelige Wohnhäuser, niedliche Parks und eine Innenstadt, die mich an zu Hause erinnert hat, machen das Ambiente irgendwie romantisch. Als wir den Campus der Universität von Harvard überquerten, kam der Wintereinbruch. Schneematsch und klirrender Wind ließen uns frösteln. Die Universität an sich hat mir sehr gut gefallen.

Liebe Leser, es weihnachtet in Amerika. Mit großer Vorfreude blicke ich diesem Fest entgegen und vielleicht finde ich ja auch hier die ein oder andere deutsche Leckerei. Dazu berichte ich mehr im nächsten Teil meines Tagebuchs. Eine schöne Adventszeit Ihnen allen!

Von Jelena Nink

Quelle: HNA

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