Rund ums Ei ging es rund

Ostereiermarkt im Museum der Schwalm stimmte schon auf Feiertage ein

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Eifrig: Tessa Wiegand (11) bei der Arbeit

Ziegenhain. Am Wochenende fand der zweitägige Ostereiermarkt im Museum der Schwalm statt. 35 Aussteller aus der Region, fast ausschließlich Hobbykünstler, lockten mit ihrem Angebot zahlreiche Besucher an.

Neben wenigen Schmuck-, Textil- und Keramikständen lag der Schwerpunkt des Kunsthandwerkermarktes eindeutig auf dem bevorstehenden Osterfest. Hasen aus Stoff als Schmusetiere, Hasen aus Holz zur Dekoration, Hühner und Küken saßen und standen auf den Tischen. Vor allem jedoch gab es zahlreiche unterschiedliche Ostereier.

Für das vergängliche Vergnügen boten sich Schokoladeneier an. Je nach Wunsch wurden sie direkt vor Ort von Sabine Dietz mit Namen oder guten Wünschen beschriftet.

Für den langlebigen (Kunst)-Genuss gab es hochwertig bemalte Exemplare. Manche waren mit filigranen Mustern verziert, andere gegenständlich mit Schwälmern in Tracht. Gleich mehrere Stände zeigten die alte hessische Tradition der Wachsbatik-Technik, auch „Wachsreservage“ genannt. Diese Technik stammt aus dem 19. Jahrhundert. Das rohe Ei wird dafür mit heißem Bienenwachs überzogen und mit einer Stahlfeder trägt der Künstler das Muster auf.

Im Anschluss kommt das Ei in ein Farbbad, bis die gewünschte Farbintensität erreicht ist. Die verwendeten Muster sind aus der Tradition vorgegeben und die Beschriftung erfolgt in Sütterlin.

Es braucht viel Geduld und Fingerspitzengefühl, um diese Technik zu erlernen und zu vervollkommnen. Die elfjährige Tessa Wiegand aus Roßdorf hat mit fünf Jahren angefangen. Ihre Eier sind mittlerweile schon so gut, dass sie diese in der Verwandtschaft als begehrte Geschenke verteilt.

Für ausdauernde Ostermarktbesucher gab es zur Stärkung im Museumscafé Kaffee und Kuchen und im Lüderkeller eine ordentliche Portion Schwälmer Platz.

Von Christiane Decker

Quelle: HNA

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