Sänger aus drei Ländern bei Kantate-Gottesdiensten

Starke Stimmen: Die Solopartien übernahmen Anne Petrossow (Sopran, links) und Renate Walprecht (Alt). Fotos:  Löschner

Zierenberg/Wolfhagen. Internationale Zusammenarbeit in der Kirchenmusik konnten die Besucher der Kantate-Gottesdienste am Wochenende in Wolfhagen und Zierenberg erleben.

Im Rahmen der Kirchenkreispatenschaft mit dem finnischen Espoo und den freundschaftlichen Kontakten ins estnische Pärnu waren die Chöre beider Gemeinden zur Aufführung von Vivaldis Gloria zu Gast.

Die Gottesdienste hatten Pfarrer Hans-Jürgen Basteck und Pfarrerin Monika Vöcking auf den Ablauf und die Inhalte des Werkes abgestimmt. Die Lesungen waren in drei Sprachen zu hören, und die beiden Gastchöre trugen während der Gottesdienste Chorsätze in der jeweiligen Landessprache vor.

Kirchenmusikdirektor Bernd Geiersbach hatte sich der Aufgabe gestellt, die Gastchöre und die Wolfhager Kreiskantorei für Vivaldis Gloria musikalisch zu einem klangstarken Ensemble zusammenzuführen. Besonders in Anbetracht der wenigen Proben, die bei derartigen Projekten möglich sind, gelang dies bestens, klanglich und dynamisch auffallend homogen und ausgewogen geriet auch das Zusammenspiel mit Instrumentalisten und Solisten.

Gleich zu Beginn entfalteten die Sängerinnen und Sänger der drei Chöre im Gloria in excelsis Deo ihre vereinte Kraft und zeigten im Verlauf der abwechslungsreich gestalteten Sätze unter dem Dirigat Geiersbachs zahlreiche klangliche und dynamische Abstufungen.

Einfühlsam lyrisch gestaltet war auch das berühmte Domine Deus mit der Zwiesprache von Sopran (Anne Petrossow) und Oboe (Ellen Volkhardt) zu hören. Die weiteren Soloparts absolvierte Renate Walprecht mit warmer Altstimme, sicher getragen von den Streichern des Wolfhager Kammerorchesters.

Dass es Musikern und Organisatoren gelungen war, den Spannungsbogen über die zwölf Teile des Gloria und die musikalischen und liturgischen Elemente des Gottesdienstes aufrecht zu erhalten, zeigte der kräftige Applaus ganz am Ende.

Eine Fortsetzung wird das Projekt im Oktober bei weiteren gemeinsamen Konzerten in Estland und Finnland erfahren.

Markus Löschner

Quelle: HNA

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