Sängerin und Sozialpädagogin: Li Belle kommt aus Kirchhof

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Bei den Treffen der Schlagerstars gehört sie zu den Jüngsten: Die 26-jährige Franziska Führ lebt in Kirchhof.

Kirchhof. Mit neun Jahren fing Franziska Führ an, im Hobbykeller das Singen zu üben. Heute ist die 26-Jährige aus Kirchhof als Schlagersängerin Li Belle in vielen Ländern unterwegs.

Sie hat neben Auftritten in ganz Deutschland auch in Österreich und Belgien gesungen und sich in der ARD-Sendung "Immer wieder sonntags" einem Millionenpublikum vorgestellt. Ihr erstes Album trägt den Titel "Ich weiß, was ich will". Führ ist eine disziplinierte junge Frau, die mit beiden Beinen im Leben steht. Unter der Woche arbeitet die Sozialpädagogin, die an der Universität Kassel ihren Master gemacht hat, in der ambulanten Jugendhilfe Schwalm-Eder unter dem Träger AKGG. Am Wochenende schlüpft sie in die Rolle der Sängerin.

Ihr Beruf ist ihr wichtig: "Das wollte ich erst schaffen, mich absichern für die Zukunft." Gleichzeitig versucht sie weiterhin, in der Musikbranche Fuß zu fassen. Treibende Kraft für die Leidenschaft des Singens war ihr Vater, erzählt sie. "In dieses Genre bin ich reingewachsen", erinnert sie sich. Mit zwölf Jahren hatte sie ihren ersten Bühnenauftritt, damals mit der Band "Original Heimatmusikanten", bei der sie Titel von Celine Dion sang. Mit 14 Jahren sang sie mit ihrem Vater in der Tanzband "Aufwind", in der heute ihre Schwester Theresa (19) aktiv ist.

"Musik war schon immer ein Thema in unserer Familie", erzählt Führ, die mit ihrer Schwester im Haus der Eltern in Kirchhof lebt. Hier kenne jeder jeden, das schätze sie. Führ ist naturverbunden, macht Walking, treibt Sport, fährt im Sommer oft mit dem Fahrrad zur Arbeit. Wenn es die Zeit erlaubt, verabredet sie sich mit Freundinnen zu einem Spaziergang oder zum Kaffeetrinken.

Wenn sie als Schlagersängerin unterwegs ist, dann sei das eine andere Welt. Eine Welt, zu der Abendkleid und Stöckelschuhe gehören, die sie privat eher selten trägt. "Man fühlt sich als etwas Besonderes, genießt auf der Bühne die Aufmerksamkeit." Und es sei natürlich schön, wenn man Menschen mit der eigenen Musik begeistern könne.

Lampenfieber gehöre dazu, nach dem ersten Titel sei das aber weg. "Wenn ich merke, dass das Publikum begeistert ist und klatscht, dann löst sich die Anspannung." Wichtig sei, auf dem Boden zu bleiben, sagt die zierliche junge Frau. Auch in ihrem Beruf als Sozialpädagogin sei es wichtig, authentisch zu bleiben. "Ich möchte Menschen erreichen."

Ihr größter Wunsch ist es, als Li Belle auf eigene Tournee zu gehen. "Das wäre mein Traum." Der braucht, das weiß sie, "viel Ehrgeiz und Geduld. Man muss dabei bleiben, an sich glauben." Es geht weiter, sie freut sich auf ihre nächsten Auftritte. Das Wichtigste sei, dass die Familie an sie glaube, vor allem ihr 87-jähriger Opa Hans Führ: "Das ist mein größter Fan."

www.li-belle-music.de

Von Alexandra Lache-Elsen

Quelle: HNA

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