Die sechste Generationen aus dem Hause Thiele hat Meisterbrief

Firma mit Tradition: Sammlung der Meister

+
Ein echtes Kunstwerk: Geschäftsinhaberin Renate Thiele-Döring und Sohn Maximillian Döring präsentieren den Meisterbrief des Ur-Ur-Ur-Großvaters Johannes Thiele aus dem Jahre 1912.

Wolfhagen. Wer kennt diese Situation nicht: Das Badezimmer hat im Laufe der Zeit seinen Reiz verloren, der Wasserhahn tropft und unschöner Kalk ziert die Armaturen. Mit einem Wort: Eine Sanierung wird nötig.

Schon in sechster Generation leistet die Sanitär-, Wärmetechnik und Heizungsbau-Firma Thiele in Wolfhagen unkomplizierte Hilfe in solchen Fällen. Bereits 1877 gegründet, weist das Unternehmen nun einen weiteren Installateur- und Heizungsbaumeister auf: Denn auch der jüngste Spross des Thiele-Clans, Maximillian Döring, hat seinen Meisterbrief in der Tasche. „Ich freue mich darauf, den Betrieb irgendwann zu übernehmen und ihn hoffentlich noch an viele weitere Generationen weitergeben zu können, um die Tradition zu bewahren“, erzählt der 22-jährige nicht ohne Stolz.

„Ich freue mich darauf, den Betrieb irgendwann zu übernehmen und ihn hoffentlich noch an viele weitere Generationen weitergeben zu können.“

Denn er weist einen konsequent ausgerichteten beruflichen Werdegang vor, der ihn mit allen Facetten des Berufsbildes in Berührung brachte und nun mit dem Erwerb des Meistertitels Bestätigung fand. Die Meisterprüfung ist ein Qualitätsmerkmal der Handwerkskammer. Sie befähigt nach der Prüfung nicht nur qualifiziert auszubilden und fachliches Wissen weiterzugeben, sondern auch einen Betrieb wirtschaftlich zu führen.

Bis er allerdings fest in den Familienbetrieb einsteige, werde es noch etwas dauern: „Zuvor möchte ich noch Erfahrungen in anderen Firmen und Unternehmen sammeln“, sagt der Jungmeister. Schließlich sei es wichtig, Vergleiche ziehen zu können und sich inspirieren zu lassen. Denn auf dem Meisterbrief wolle er sich schließlich nicht ausruhen.

Traditionsreiche Familie

Was bei anderen die Briefmarken, sind bei Familie Thiele Meister- und Ehrenbriefe, so scheint es – denn im Laden ist kaum noch Platz für alle Auszeichnungen der Familie. Kein Wunder, denn schon seit 135 Jahren pflegen die Männer der Familie die Tradition des Meisterbriefes.

Kunststoff statt Blei

„Als ich den Betrieb damals übernahm, kostete das Öl gerade mal neun Pfennige“, erinnert sich der heute 83-jährige Heinrich Thiele. Auch sonst habe sich einiges verändert: So haben wurden die Werkstoffe Eisen und Blei durch Kupfer und Kunststoff ersetzt. Das Arbeitsfeld der Firma erstreckt sich nicht nur auf alle Arbeiten der Wasserinstallation und der Heizungsbranche, sondern befasst sich auch mit dem Einbau energiebewusster solarthermischer Anlagen.

Von Melanie Triesch

Quelle: HNA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare