Sandra Tripp besichtigt die Millionenstadt St. Petersburg

Bekannt: Sandra vor dem „Ehernen Reiter“, eines der Wahrzeichen von Sankt Petersburg, das Zar Peter I. auf einem aufbäumenden Pferd zeigt. Fotos: Tripp/privat/nh

Sandra Tripp aus Wenigenhasungen ist seit dem Jahr 2011 Doktorandin am Leibniz-Institut für Polymerforschung in Dresden. Zu ihrer Promotion gehört auch ein Forschungsaufenthalt an der Staatsuniversität von Sankt Petersburg. In der HNA berichtet sie von ihren Erlebnissen.

Wenigenhasungen/ St. Petersburg. Sankt Petersburg ist die nördlichste Millionenstadt und befindet sich im Nordwesten Russlands, direkt am Finnischen Meerbusen. Der Sage nach soll Peter der Große mit dem Worten „Hier soll eine Stadt sein!“ 1703 den Befehl zum Bau dieser beeindruckenden Stadt gegeben haben.

Unter größten menschlichen Opfern entstand zehn Jahre später Sankt Petersburg. Mit diesem sogenannten „Fenster zum Westen“ schuf der Zar ein monumentales Kunstwerk. Durch unzählige prunkvolle Paläste, verzaubernde Kanäle und im Sommer wahrscheinlich wunderschönen Parks gehört Sankt Petersburg zu einer der schönsten Städte Europas.

Sankt Petersburg ist wie ein gigantisches Freilichtmuseum. Was es hier an historischen Bauten und für jeden Stadtbesuch unverzichtbaren Sightseeingpunkte gibt, findet man nur selten so kompakt.

Dennoch ist Sankt Petersburg ein Wechselspiel zwischen alten Prunkbauten und westlich orientiertem Leben. Geht man hier entlang des Newski Prospects, der Lebensader der Stadt, ist man zunächst überrascht über die vielen bekannten Namen, die einen entgegenleuchten. Auf Werbetafeln wird für Persil oder Media Markt geworben. Sogar einen Obi-Baumarkt, Real und Metro gibt es in Sankt Petersburg. Der Einfluss Europas und die deutliche westliche Orientierung sind hier mehr als deutlich. Dennoch schafft es Sankt Petersburg seinen eigenen Charme zu behalten.

Die Ermitage besuchen

Auch die Ermitage sollte in jedem Fall besucht werden. Auf drei Stockwerken wird dem Besucher eine Kunstschatzkammer präsentiert, die unzählige Meisterwerke aus allen Regionen der Welt und aus nahezu allen Epochen der Erde zeigt. Würde man alleine für die Meisterwerke nur eine Minute pro Bild investieren, so wäre man zwei Monate beschäftigt.

Die letzten Winterreste sind nun Vergangenheit und Sankt Petersburg erwacht aus seinem langen Winterschlaf. Überall ist geschäftiges Treiben. Mit dem Gehen der letzten Eisschollen, tauten die Newa und ihre Kanäle auf. Erst jetzt kommt die Schönheit der Stadt voll zur Geltung. Erst mit Sonnenstrahlen können die prächtigen goldenen Kuppeln der Auferstehungskirche strahlen.

Russen lieben Fleisch

Sankt Petersburg hat noch viel zu bieten und bei jedem Spaziergang durch diese verzaubernde Stadt entdecke ich etwas Neues. Als Vegetarierin habe ich hier allerding schlechte Karten. Die Russen lieben Fleisch und kochen auch beinahe ausschließlich mit Fleischzusatz. Zum Glück gibt es aber doch Beilagen, die man ordern kann. Natürlich nicht ohne fragende Blicke, ob das wirklich so stimmt.

Wer die Stadt besucht, sollte auf keinen Fall die örtlichen Kuchen vergessen. Sie zu probieren ist ein Gaumenschmaus. Neben den bekannten Blinis (Pfannkuchen), sollten unbedingt auch Rijik (eine traditionelle russische Honigtorte) und Quarkpfannkuchen (Tworoshniki) probiert werden.

Quelle: HNA

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