Es wird gebaut zwischen Kirchstraße und Vorderem Eisfeld

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Melsungen. Das baufällige Doppel-Eckhaus in der Melsunger Kirchstraße/Cyllsgasse gehört Dr. Ludwig Georg Braun schon, die beiden Häuser Vorderes Eisfeld 4 und 6 möchte er von der Stadt erwerben und sanieren.

Das Dekanatsgebäude erhält er in Erbpacht für 22 Jahre. Auch dieses Haus soll saniert werden.

In der Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses stellte Braun seine Pläne vor, denn das Parlament muss dem Verkauf der beiden städtischen Häuser noch zustimmen.

Im Haus Vorderes Eisfeld 6 haben sich der Städtepartnerschafts- und der Geschichtsverein ihre Räume mit viel Mühe hergerichtet. Es gebe Alternativen, sagte Bürgermeister Dieter Runzheimer, die „sind aber noch nicht spruchreif“. Mit den Vereinen sei schon gesprochen worden.

Dekanat: Das Dekanatsbüro zieht während der Bauarbeiten – Pachtübergabe ist zum 1. November — in die Pfarrscheune und danach wieder zurück. Die Wohnung des Dekans wird renoviert. Bekanntlich geht Dekan Rudolf Schulze in Kürze in den Ruhestand. Wie Braun deutlich machte, sei er bereit, der Landeskirche die Sanierungskosten abzunehmen, wenn dafür die Dekanatsstelle in Melsungen erhalten bleibt. In 22 Jahren geht das Gebäude an die Kirche zurück.

Doppel-Eckhaus: Das Haus sei in einem lebensgefährlichen Zustand, meinte Braun. Da die Fassade aber „gar nicht so schlecht“ aussehe, sei der Abriss nicht vor dem Weihnachtsmarkt, sondern für etwa Mitte Januar geplant, erklärte Braun.

Der rückwärtige Bereich muss allerdings in einem üblen Zustand sein, so dass das ganze Gebäude, eigentlich zwei Häuser, abgerissen werden muss. Stattdessen soll dort ein Neubau entstehen, der sich optisch einfügt und für den auch alte Balken verwendet werden sollen. Braun: „Es wird aber kein Fachwerkhaus.“

Vorderes Eisfeld 4 und 6: Ein Teil der etwa elf Wohnungen im gesamten Komplex, entsteht im Haus Nummer 6. Der dazugehörige Fahrstuhl erschließt die Etagen über das Garagen- und Scheunengebäude (Haus Nummer 4).

Grüne Innenhöfe

Die Innenhöfe sollen begrünt werden, um bis etwa Mitte 2014 eine attraktive Wohnlage zu ergeben.

Das älteste steinerne Wohnhaus der Innenstadt, die Kemenate, soll frei gestellt werden. Das heißt: Es wird eine Lücke geben zwischen dem neuen Eckhaus und dem Haus Vorderes Eisfeld 6. Freie Sichtachsen soll es auch zwischen der Kirchstraße und dem Vorderen Eisfeld geben. (bmn)

Quelle: HNA

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