Reinhard (Schlau-)Berger und Horst Seidenfaden treten im Scala-Varieté auf

Satire und Nordhessisches

Die Sache mit den Schweinen und den Schnitzeln: Das Plakat stammt von einem Kasseler Restaurant. Horst Seidenfaden (links) und Reinhard Berger gehen der Frage nach, wie die Gastronomie ihr Personalproblem gelöst hat. Montage: rbg

Fritzlar. Fotos, die die Welt nicht braucht. Sprüche, die oft knapp vorbei sind. Das ist die neue Schlaubergerschau, die am 5. Februar unter dem Titel „Heute überbacken Schweine Schnitzel“ im Fritzlarer Scala-Varieté gezeigt wird. Die HNA-Redakteure Reinhard Berger und Horst Seidenfaden stellen sprachliche Kuriositäten und eine Sammlung unfreiwilliger Satire vor und erklären in ihrem multimedialen Programm, warum nordhessische Mundart nach nordhessischer Mundart klingt.

Basis ist die Kolumne

Basis für die neue Show mit ihrem satirisch-kabarettistischem Programm ist die seit drei Jahren laufende HNA-Kolumne „Der Schlauberger“ von Reinhard Berger. Darin nimmt der Redakteur sprachliche Ausrutscher und filigrane Fehltritte aufs Korn. Eine große Fangemeinde beliefert den Schlauberger mit originellen Fotos aus aller Welt, die in der multimedialen Show auf einer Großbildwand gezeigt werden. Hinzu kommen Sprachknospen aus dem Kosmos des deutschen Beamten wie „Stirbt ein Bediensteter während einer Dienstreise, so ist die Dienstreise beendet“. Versprecher und Irrungen aus dem Radio stammen aus der Sammlung „radiopannen.de“, in der unter anderem erklärt wird, ob und wann man ein Haustier mit ins Bett nehmen darf. Der Pannensammler, ein Rundfunkjournalist, hat einige Kostproben für die Schlaubergerschau zur Verfügung gestellt.

Ergänzt wird das Drehbuch von Horst Seidenfaden mit seiner nordhessischen Mundart. Er hat den Leuten aufs Maul geschaut. Seidenfaden, Krimi-Autor und Mundartspezialist, nimmt die Zuhörer mit auf eine Reise durch Nordhessen und entdeckt sprachliche Blüten und Geschichten am Wegesrand. So erklärt er zum Beispiel, warum der natürliche Feind des Nordhessen der Südhesse ist und warum das Feuerwerk an der Fulle immer dann am schönsten ist, wenn’s fisselt.

Die Schlaubergerschau ist unter anderem viermal vor ausverkauften Häusern in Kassel und Frankfurt präsentiert worden. (red)

5. Februar, 20 Uhr, Eintritt: 13/11 Euro, Ort: Scala-Varieté Fritzlar.Vorverkauf: Dombuch Vockeroth, Marktplatz Fritzlar. Reservierung: www.scala-variete.de und Telefon 05622-790882.

Quelle: HNA

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