Sauerbrunnenfest in Geismar: Anstoßen nur mit Quatsch

Geismar. Sie kamen mit dem Rad, zu Fuß oder mit der Kutsche: Wie in den vergangenen Jahren fand am Pfingstsonntag das Sauerbrunnenfest in Geismar statt. Gut 1000 Menschen waren gekommen, um am Brunnenhäuschen zu feiern.

So auch die vier Geschwister Dönges aus Züschen, sie kommen jedes Jahr und das zu Fuß. Von Züschen wandern sie zum Sauerbrunnen und wieder zurück. „Wir wollen testen, ob wir die Strecke noch zu Fuß schaffen. Außerdem müssen wir doch auf unseren kleinen Bruder Herbert Dönges (77) aufpassen“, scherzen die Schwestern Elfriede Mateja (88), Anneliese Kistr (85) und Erna Voss (80).

Auf der Tour erinnern sich die Geschwister gern an ihre Kindheit. Damals sind sie oft mit ihren Eltern zum Sauerbrunnen gelaufen. Organsiert wurde das Fest von dem Förderverein Sauerbrunnen, der sich auch um die Restaurierung und Erhaltung des alten Brunnenhäuschens gekümmert hat. Das Versorgungsangebot auf dem Sauerbrunnenfest war vorzüglich. Die Frauen des Fördervereins hatten Kuchen gebacken, aus der Gulaschkanone wurde Erbsensuppe serviert und vom Grill gab es Bratwurst.

Waldmeister oder Himbeere

Die Kinder tranken das Getränk ihrer Eltern und Großeltern, nämlich „Quatsch“: Sauerbrunnenwasser, gemischt mir einem Beutel Waldmeister- oder Himbeergeschmack.

Bei Nicole Teepe standen die Kinder Schlange, denn alle wollten von ihr geschminkt werden. Sackhüpfen, Eierlaufen und Torwandschiessen trugen dazu bei, dass keine Langeweile aufkam.

Quelle: HNA

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