Energieberater halten Energiesparlampen für Übergangslösung

„Die Zukunft gehört der LED-Beleuchtung“

Wolfhager Land. Seit 2009 verschwinden die Glühlampen nach und nach aus den Regalen. Zuerst durfte die 100-Watt-Birne nicht mehr verkauft werden, dann die 75er und 60er und vom 1. September an dürfen auch 40- und 25-Watt-Birnen nicht mehr vertrieben werden.

Sie alle mussten und müssen Energiesparlampen weichen. Doch diese Leuchten kommen zunehmend ins Gerede.

Manfred Schaub von Energie 2000, die auch die Energieberatung im Altkreis Wolfhagen anbieten, hält die Energiesparlampen nur „für eine Übergangslösung“. Schaub ist sicher: „Die Zukunft gehört der LED.“

Die Preisdifferenz von teureren LED-Leuchten zu Energiesparlampen werde sich immer mehr verringern. Deshalb werde sich das Problem der Energiesparlampen „in relativ kurzer Zeit erledigen“

Update

Dieser Artikel wurde um 16 Uhr am 26.8. aktualisiert

„Viele Energiesparlampen sind sogar von großen namhaften Firmen zurückgezogen worden, da der Quecksilberanteil zu hoch war“, sagt Michael Walter, Elektriker und Verkäufer bei Zugreif-Heimwerkermärkte GmbH in Wolfhagen. Noch seien gute LED-Lampen aber zu teuer und viele würden auf Halogenlampen zurückgreifen, so Walter.

Das wichtigste Argument der Energiesparlampen-Gegner ist das Quecksilber, das in ihnen steckt. Quecksilber ist ein starkes Nervengift und kann zu schweren gesundheitlichen Beeinträchtigungen führen. Das Umweltbundesamt (UBA) erklärt zwar, dass die in den Lampen enthaltenen Quecksilbermengen gering seien. Doch gleichzeitig mahnt es auf seiner Internetseite zu drastischen Vorsichtsmaßnahmen bei einem Lampenbruch.

So sollen in solch einem Fall Menschen und Haustiere für mindestens 15 Minuten den Raum verlassen, bevor später die Scherben mit einem Karton zusammengekehrt, luftdicht verpackt und bei einer Wertstoffsammelstelle abgegeben werden.

Quelle: HNA

Rubriklistenbild: © dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare